Regierungspräsidentin stellt Stiftungsstatistik vor: Niedrigzinsphase sorgt für mehrere Auflösungen

Karlsruhe (pm/ame) „Der Betrag 16,5 Mio. Euro zeigt, dass das bürgerschaftliche Engagement in unserer Gesellschaft einen festen Platz einnimmt“, sagte Regierungspräsidentin Nicolette Kressl bei der Vorstellung der Stiftungsstatistik in Karlsruhe. Das Grundstockvermögen der 20 gemeinnützigen Stiftungen, die im vergangenen Jahr im Regierungsbezirk gegründet wurden, beträgt 16,5 Mio. Euro. Die Stiftungszwecke sind vielfältig: sie reichen von der Förderung von Kunst und Kultur, Bildung und Erziehung, Umwelt- und Naturschutz, Wissenschaft und Forschung bis hin zum Gesundheitswesen. Dies verdeutlicht, dass Stiftungen einen Dienst am Gemeinwohl leisten. „Sie stellen ein herausragendes und unverzichtbares Element aktiver Bürgschaft dar“, hob Regierungspräsidentin Nicolette Kressl hervor.

20 neue Stiftungen im Jahr 2016

Im Jahr 2016 wurden im Regierungsbezirk Karlsruhe 20 gemeinnützige Stiftungen anerkannt. Die Zahl der Neugründungen nähert sich damit dem Niveau der Jahre 2013 und 2014 (2013: 20; 2014: 24). In 2015 wurden 17 gemeinnützige Stiftungen gegründet. Das Grundstockvermögen der im Jahr 2016 gegründeten Stiftungen betrug insgesamt 16,5 Mio. Euro. Die Gesamtzahl der Stiftungen im Regierungsbezirk stieg durch die Gründungen auf 760 (2015: 743). In 2016 wurden außerdem eine Stiftung aufgelöst, zwei Stiftungen zusammengelegt und der Sitz einer Stiftung verlegt. Von den 760 Stiftungen sind 699 rechtsfähige Stiftungen bürgerlichen Rechts, darunter 24 Bürgerstiftungen sowie 17 Stiftungen öffentlichen Rechts und 44 kommunale Stiftungen. Im Vergleich zu den übrigen Stadt- bzw. Landkreisen sind Stiftungen im Karlsruher Raum am stärksten vertreten: Stadtkreis Karlsruhe: 138; Landkreis Karlsruhe: 68.

Niedrigzinsphase sorgt für Auflösung

Laut Regierungspräsidium Karlsruhe nehmen Anfragen bzgl. der Auflösung einer Stiftung, bzw. der Zusammenlegung mit einer anderen Stiftung, zu. Grund hierfür ist die anhaltende Niedrigzinsphase, die sich bei den Stiftungen in geringer werdenden Erträgen auswirkt. Nach derzeitiger Gesetzeslage kommen eine Auflösung bzw. eine Zusammenlegung allerdings nur dann in Betracht, wenn die Erfüllung des Stiftungszwecks unmöglich oder das Gemeinwohl gefährdet ist. Diese Voraussetzungen sind jedoch äußerst selten erfüllt. Es gibt allerdings Bestrebungen, diese Regelungen durch die geplante Reform des Stiftungsrechts zu lockern. „Ich würde mich sehr freuen, wenn sich trotz der Niedrigzinsphase auch im laufenden Jahr die positive Entwicklung bei der Gründung von Stiftungen weiter fortsetzen würde. Das private Engagement unserer Bürgerinnen und Bürger macht die Welt ein Stück weit besser, und dies nicht nur in unserem Regierungsbezirk“, so die Karlsruher Regierungspräsidentin Nicolette Kressl.

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