Todesursache Heroin: Zahl der Drogentoten in der Region gestiegen

Region (che) Die Zahl der Drogentoten in der Region ist im vergangenen Jahr angestiegen. Allein in Karlsruhe hat sich die Zahl der Todesopfer mehr als verdoppelt. Häufigste Todesursache laut Innenministerium: eine Überdosis Heroin.

Landesweit 170 Drogentote zu vermelden

Landesweit waren es 2016 insgesamt 170 Menschen, die an den Folgen des Drogenkonsums ums Leben gekommen sind. "Menschen, die illegale Drogen konsumieren, leben am Abgrund. Viele geraten in eine Abwärtsspirale von Kriminalität und Verelendung, aus der sie nicht mehr herausfinden", sagte Staatssekretär Martin Jäger anlässlich der Vorstellung der Jahresbilanz Rauschgiftkriminalität heute. Im langjährigen Vergleich zeigte sich, dass die Zahl der Todesopfer einer ständigen Auf- und Abwärtsentwicklung unterliegt.

Haupttodesursache bleibt das Heroin

"Haupttodesursache bleibt das Heroin. In 30 Fällen verursachte eine Überdosis Heroin den Tod. Bei ebenfalls 30 Fällen war der Mischkonsum von Heroin in Verbindung mit anderen Drogen, Ausweichmitteln, Medikamenten und Alkohol todesursächlich“, erläuterte Landeskriminaldirektor Martin Schatz. Erneut starben mit 145 von insgesamt 170 Toten deutlich mehr Männer als Frauen. Das Durchschnittsalter lag bei 35,9 Jahren, alle Verstorbene waren im Erwachsenenalter.

Mehr als doppelt so viele Opfer in Karlsruhe

Im Einzugsbereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe waren es vor allem der Stadt- und Landkreis, wo es deutlich mehr Drogentote gab als 2015. Im letzten Jahr starben in der Stadt neun Menschen (2015: vier), im Kreis noch sechs Personen (2015: drei) an den Folgen von übermäßigem Drogenkonsum. Im Enzkreis gab es erfreulicherweise erneut kein Todesopfer zu beklagen, in Pforzheim reduzierte sich die Anzahl der Drogentoten von zwei auf eins. In Calw kam erneut ein Mensch ums Leben.

In Rastatt gab es keinen einzigen Drogentoten im vergangenen Jahr

Das Polizeipräsidium Offenburg unterlag ebenfalls starken Schwankungen: im Ortenaukreis erhöhte sich die Zahl der Opfer von fünf auf neun. Der Stadtkreis Baden-Baden konnte sich mit einem statt zwei Drogentoten etwas verbessern. In Rastatt hatte man keinen einzigen Verstorbenen zu vermelden, während 2015 dort noch vier Menschen am Drogenkonsum ums Leben kamen. Im Landkreis Freudenstadt, der zum Präsidium in Tuttlingen gehört, sank die Zahl von drei auf ein Todesopfer.

Insgesamt war die Anzahl der Drogentoten mit 170 Opfern so hoch wie seit 2008 nicht mehr. Damals verstarben 192 Menschen in Folgen übermäßigen Drogenkonsums.

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