Immer weniger Lehrer: 14 Prozent Rückgang an Hochschulen im Ländle

Stuttgart (pm) Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes legten im Prüfungsjahr 2015 rund 4.900 Studierende erfolgreich eine Lehramtsprüfung an einer baden‑württembergischen Hochschule ab. Das waren gut 700 oder knapp 13 Prozent weniger Lehramtsabsolventinnen und -absolventen als im Prüfungsjahr 2014, dem Zeitraum der letzten Erhebung. Zwischen den Geschlechtern war der Rückgang unterschiedlich stark ausgesprägt.

14 Prozent weniger Lehramts-Absolventen

Die Zahl der Absolventinnen sank um 14 Prozent, die der Absolventen lediglich um 8 Prozent. Die Anzahl der Lehramtsabschlüsse war so gering wie seit dem Jahr 2005 nicht mehr. So lag letztmalig 2005 die Anzahl der Lehramtsabschlüsse mit knapp 4.400 unter einem Wert von 5.000. Mit mehr als 3.000 Abschlüssen im Prüfungsjahr 2015 wurden mehr als drei von fünf Lehramtsabschlüssen (62 Prozent) an einer der sechs Pädagogischen Hochschulen in Baden‑Württemberg erzielt.

Auf die Universitäten entfielen gut 1.800 Lehramtsabschlüsse (37 Prozent). An den Kunsthochschulen und den Hochschulen für Angewandte Wissenschaften wurden knapp 40 Lehramtsprüfungen (1 Prozent) abgelegt. Der Vergleich der Lehramtsabschlüsse an den einzelnen Hochschulen zeigte, dass an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg die meisten Absolventinnen und Absolventen verabschiedet wurden (rund 750 Abschlüsse). Auf den Rängen zwei und drei folgten die Universität Tübingen (gut 550 Abschlüsse) und die Pädagogische Hochschule Freiburg (rund 500 Abschlüsse).

Höchste Quote für das Lehramt an Gymnasien

Die höchste Anzahl an Prüfungen wurde für das Lehramt an Gymnasien verzeichnet (circa 1.800 Abschlüsse). An zweiter und dritter Stelle standen die Abschlüsse für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen (rund 1.400 Abschlüsse) und an Realschulen (circa 950 Abschlüsse). Deutlich weniger Prüfungen wurden für das Lehramt an Sonderschulen / Förderschulen absolviert (rund 600 Abschlüsse). Die meisten Lehramtsabschlüsse entfielen auf die Fächergruppe »Sprach- und Kulturwissenschaften«. Hier wurden gut 2.950 Abschlüsse erzielt.

Auf den weiteren Plätzen folgten »Mathematik, Naturwissenschaften« mit über 1.050, »Sport« mit etwas mehr als 350 und »Kunst, Kunstwissenschaft« mit knapp 350 bestandenen Lehramtsprüfungen. Große Unterschiede gab es erneut bei der Verteilung der Geschlechter auf die Prüfungsfächer. Während in der »Kunst, Kunstwissenschaft« 85 Prozent der Absolventinnen und Absolventen weiblich waren, wurde nur jeder vierte Abschluss in den »Ingenieurwissenschaften« von einer Frau erzielt (25 Prozent). Ein nahezu ausgeglichenes Geschlechterverhältnis war hingegen für die Fächergruppe »Sport« festzustellen (52 Prozent Frauen, 48 Prozent Männer). Über alle Fächergruppen hinweg betrug der Frauenanteil an den bestandenen Prüfungen gut 75 Prozent.

Nahezu zwei Drittel (63 Prozent) der Absolventinnen und Absolventen bestanden die Lehramtsprüfung mit der Gesamtnote »Gut«. Lediglich 12 Prozent erhielten als Gesamtnote »Befriedigend« oder »Ausreichend«. Gut jeder Fünfte (21 Prozent) konnte sich hingegen über einen Lehramtsabschluss mit der Gesamtnote »Sehr gut« freuen. Gut 3 Prozent der Lehramtsabsolventinnen und –absolventen legten ihre Abschlussprüfung »Mit Auszeichnung« ab.

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