Bau der engültigen Wände: Kasig verzeichnet Baufortschritt am Marktplatz

Karlsruhe (pm/ame) Kaum haben die Bauarbeiter gerade rechtzeitig noch im alten Jahr die endgültige, bis zu 2,40 Meter dicke Bodenplatte aus Stahlbeton im Gleisdreieck unter dem Marktplatz fertiggestellt, wird schon an den endgültigen Wänden gearbeitet. Direkt nebenan in der sich nach Westen anschließenden unterirdischen Haltestelle Lammstraße spielen sich ebenso wie in den Haltestellen Europaplatz und Kronenplatz viele verschiedene Arbeiten unmittelbar nebeneinander ab: In der Lammstraße wird abschnittsweise die endgültige Bodenplatte hergestellt – die erste Betonage in diesem Jahr läuft an diesem Montag -, unter dem Europaplatz und dem Berliner Platz geht der Erdaushub flott voran, während gleichzeitig die freigelegten Bohrpfahl- oder Schlitzwände mit einer Spritzbetonschicht geglättet werden. Im Kronenplatz entstehen zudem die weiteren Abschnitte der Bodenplatte.

Notwege der Tunnel werden schon betoniert

Über der Haltestelle Durlacher Tor wird nach wie vor die Baueinrichtungsfläche aus der Bauphase mit der Tunnelvortriebsmaschine „Giulia“ und deren Versorgungseinrichtungen geräumt. Die Umfassungswand ist abgebrochen, jetzt erfolgt der Rückbau weiterer Betonteile wie der Fundamente. Unterirdisch wird an den Wänden des Fahrgastzugangs Südwest direkt vor der Einmündung der Brunnenstraße in die Kaiserstraße gebaut, zudem werden die Primärstützen, auf denen die Haltestellendecke bis zum Einbau der endgültigen Wände zusätzlich gelagert war, mit Betonsägen zerkleinert und abtransportiert. Das „Auffüllen“ der Röhre im Abschnitt des Tunnels zwischen Durlacher Tor und Kronenplatz mit Aufbeton bis auf eine Höhe von etwa 1,90 Meter, auf dem dann Schotter und Gleise liegen werden, geht weiter; außerdem werden jetzt die Notwege an den Tunnelseiten betoniert.

Minusgrade schränken Bauarbeiten ein

Oberirdisch sind durch die anhaltende kalte Witterung die Aktivitäten in der Durlacher Allee stark eingeschränkt: Auf der Südseite steht die Erneuerung des Rad- und Gehwegs durch das Tiefbauamt an und durch die Arbeitsgemeinschaft Stadtbahntunnel der Bau der Einmündung der Buntestraße in die Durlacher Allee sowie das Anlegen des Planums für die westliche Bernhardstraße. Die Stadtwerke müssen auf der Nordseite neue Gas- und Wasserleitungen verlegen. In der Haltestelle Marktplatz entstehen nicht nur die endgültigen Stationswände, sondern auch schon die Zwischenebenen sowie die Wände zwischen dem Bahnsteig für das dritte Gleis, das vor und natürlich weit unterhalb der Pyramide endet, und den beiden übrigen Bahnsteigen, deren Gleise durch die Haltestelle durchführen werden. Beim Tunnelvortrieb unter der Karl-Friedrich-Straße wird unter der Nahtstelle zwischen Hebelstraße und Marktplatz der zweite Rohrschirm eingebracht, in dessen Schutz die letzten acht Meter des Tunnels ausgebrochen werden. Im Kombibauwerk erfolgt der Erdaushub aus dem Stadtbahntunnelabschnitt über den Nordkopf der künftigen unterirdischen Haltestelle Ettlinger Tor, während gleichzeitig ganz oben die Decke des Autotunnels bewehrt wird.

Oberflächenarbeiten zur "Wiederherstellung" der Ettlinger Straße laufen

Im Südkopf der Haltestelle Ettlinger Tor werden von den Arbeitern die noch verbleibenden endgültigen Stationswände gebaut. Im sich südlich in die Ettlinger Straße hinein anschließenden Tunnelabschnitt zwischen Kriegsstraße und der Kreuzung mit der Baumeister- und Hermann-Billing-Straße entstehen noch die restliche Decke und die letzten Tunnelwände. Ab übernächster Woche wird oberirdisch der Straßenbau fortgesetzt, sofern die Witterung das zulässt. In der Haltestelle Kongresszentrum entstehen die endgültigen Betoneinbauten für die Wände und auch schon für die Fahrtreppen. Gleichzeitig werden hier wie an der Haltestelle Durlacher Tor die Primärstützen, die bis zur Herstellung der endgültigen Stationswände die Deckenlast teilweise getragen haben, entfernt. Über dem Tunnel zwischen der Haltestelle Kongresszentrum und der Rampe laufen, sofern die Temperaturen das erlauben, die Oberflächenarbeiten zur „Wiederherstellung“ der Ettlinger Straße: Der Tunnel wird mit Erdreich überschüttet, der Straßenbau beginnt und nicht mehr benötigte Oberleitungsmasten werden aus dem Erdreich gezogen.

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