Geschädigte gesucht: Scheibenschützen schossen auch auf Personen

Ettlingen/Malsch/Karlsruhe (ots) Nachdem bekannt geworden war, dass die vier Tatverdächtigen zu der Serie mutwillig zerstörter Autoheckscheiben teilweise auch auf Personen geschossen haben, hat sich inzwischen eine Geschädigte aus Malsch gemeldet, das melden Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium Karlsruhe in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Beim Autofahren angeschossen

Eine 53 Jahre alte Frau war an einem nicht näher zu bestimmenden Freitag vor Weihnachten auf der Adolf-Kolping-Straße in Fahrtrichtung der Straße "Am Hänfig" unterwegs, als sie ein Pkw überholt habe. Ein mit mehreren Personen besetztes Fahrzeug sei dann ein Stück neben ihr hergefahren. Plötzlich habe die Betroffene gespürt, dass seitlich an ihrer Jacke etwas abprallte. Die Frau trug dabei allerdings keine Verletzungen davon. Als Täter steht hier ein 15-Jähriger des Quartetts im Raum, der diesen Vorwurf bereits einräumte.

Radfahrerin von Softair-Kugel getroffen

Noch fehlen den Ermittlern des Polizeireviers Ettlingen weitere Geschädigte. Den Vernehmungen zufolge sind weitere Personen beschossen worden, die sich bislang noch nicht bei den Behörden gemeldet haben. In einem Fall sei am 25. Dezember vergangenen Jahres auf der Adlerstraße vor der Sparkasse eine Radfahrerin von einer Softair-Kugel getroffen worden, die einen kurzen Schmerzlaut von sich gegeben habe. Wenig später sei eine Fußgängerin auf der Hauptstraße unterhalb des Rathauses beschossen worden.

Quartett steht unter Verdacht

Darüber hinaus müssten auch in Karlsruhe-Beiertheim an einer Haltestelle beim sogenannten Bulacher Loch und in der Ettlinger Friedrichstraße bei der Friedrichsbrücke Personen im Visier der Schützen gewesen sein. Vor diesem Hintergrund suchen die Fahnder diese möglichen Geschädigten und bitten um Meldung beim Polizeirevier Ettlingen unter 07243/32000. Wie berichtet, steht das Quartett - einer im Alter von 15, zwei mittlerweile 16-Jährige und ein 19-Jähriger - darüber hinaus unter Verdacht, seit Mitte Dezember in möglicherweise mehr als 200 Fällen Auto- und Busheckscheiben sowie weitere Glasscheiben bei einem sechsstelligen Schaden mit Softair-Waffen aus einem fahrenden Auto heraus zerstört zu haben.

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