AVG transplantiert ihr Gehirn: S1-/S11-Steuerung zieht nach Karlsruhe

Ettlingen/Karlsruhe (che) Die Steuerung der Stadtbahnlinien S1 und S11 erfolgt bei der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) ab sofort nicht mehr aus Ettlingen, sondern aus Karlsruhe. Die dortige Leitstelle wurde bereits 2010 eingeweiht und überwacht nun den Verkehr zweier weiterer Linien. "Das Stellwerk in Ettlingen war eines der am stärksten ausgelasteten im AVG-Netz, deshalb bin ich sehr erleichtert, dass der Umzug der Mitarbeiter in die zentrale Leitstelle nach Karlsruhe so gut funktioniert hat", erklärte der Chef der Leitstelle.

Umzug nach Karlsruhe mit vielen Vorteilen

"Der Umzug bringt viele Vorteile mit sich. Unsere Mitarbeiter können an dem neuen Standort auf eine moderne Informations- und Kommunikationstechnik zurückgreifen. Die ist eine deutliche Verbesserung zum Stellwerk am Ettlinger Bahnhof“, erklärt Markus Fettig, der Chef der AVG-Leitstelle. Auch betriebliche Abläufe sollen in der Zentrale weiter optimiert werden. "Die Kollegen, die beispielsweise die Fahrgastinformation für die Anzeigetafeln oder für den Verkehrsticker einpflegen, sitzen jetzt im gleichen Raum nur einige Meter weiter. Dadurch werden auch hier die Informationsabläufe deutlich verbessert", so Fettig.

Bis zu 250 Bahnen werden zeitgleich überwacht

"Die Leitstelle ist so etwas wie das Gehirn der beiden Verkehrsunternehmen AVG und VBK. Hier laufen alle Fäden zusammen. Die Arbeit ist vergleichbar mit der von Fluglotsen, nur dass wir hier nicht den Luftraum, sondern eben den Verkehr auf der Schiene überwachen“, erklärt Fettig. Bis zu 250 AVG- und VBK-Bahnen sind auf dem rund 700 Kilometer langen Schienennetz in Spitzenzeiten gleichzeitig unterwegs. "Beim Bahnbetrieb kann sich bereits eine kleine Störung wie bei einem Dominoeffekt ausweiten", unterstreicht Fettig, wie wichtig ein konzentriertes Arbeiten ist.

"Sehr erleichtert, dass der Umzug so gut funktioniert hat!"

19 Bahnhöfe, 68 elektrische Weichen, 200 Signale auf rund 50 Kilometern Strecke: das war bislang der Zuständigkeitsbereich des Gebäudes in der Wilhelmstraße."Das Stellwerk in Ettlingen war eines der am stärksten ausgelasteten im AVG-Netz, deshalb bin ich sehr erleichtert, dass der Umzug der Mitarbeiter in die zentrale Leitstelle nach Karlsruhe so gut funktioniert hat“, so Fettig. Damit der Standortwechsel so geräuschlos vollzogen werden konnte, wurde bereits ein Jahr zuvor der Probebetrieb aufgenommen.

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