SOS-Inseln und Barriere-Plan: Karlsruhe stellt Sicherheitskonzept vor

Karlsruhe (ame) Der Faschingsdienstag steht in Karlsruhe bekanntlich ganz im Zeichen des „Helaus!“ – um 14.11 Uhr starten die Narren dann zu ihrer Route durch die Innenstadt. Hinter diesen Kulissen feilt die Stadt permanent an einem Sicherheitskonzept, um einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung ohne gefährliche Zwischenfälle zu gewährleisten. Dr. Björn Weiße, Leiter des Ordnungsamtes, erklärt im Interview mit der neuen welle, dass schon immer Konzepte für einen sicheren Umzug erlassen wurden – Ereignisse wie in Köln und Berlin bringen die Planer aber dazu diese zu überarbeiten.

Gelbe SOS-Inseln mit Aufstellern gekennzeichnet

Bereits im letzten Jahr wurde ordentlich am Sicherheitskonzept gefeilt, sogenannte SOS-Inseln auf der Umzugsstrecke wurden eingerichtet. „In Köln zum Beispiel hatten die betroffenen Frauen keine Anlaufstelle an die sie sich akut wenden konnten, das ist der Grund warum wir diese SOS-Inseln ins Leben gerufen haben. Diese gelten aber nicht nur für solche Situationen sondern für Situationen jeglicher Art“, erklärt Weiße weiter. Vorort kümmert sich geschultes Personal dann um die Alarmierung der passenden Einsatzkräfte.

Polizei Karlsruhe stellt Barriere-Plan vor

Von mehreren Posten aus will die Polizei den Verlauf des Umzugs ganz genau beobachten – konkrete Hinweise, auf vergleichbare Ereignisse wie in Berlin und in Köln, gibt es nicht. Trotzdem rüstet sich die Polizei für den Faschingsdienstag, außerdem stellt die Stadt an mehreren Stellen Fahrzeuge auf, um eine Zufahrt zu den Feiernden gar nicht erst zu ermöglichen. „Bei Faschingsveranstaltungen stehen für uns die massiven Alkoholexzesse im Vordergrund und Personengruppen die unter Alkoholeinfluss Störungen verursachen“, erklärt Polizeieinsatzleiter Dieter Hoffert. Die geschulten Einsatzkräfte haben die Anordnung bei Ordnungswidrigkeiten sofort einzugreifen. „Wir werden zunächst einen Platzverweis aussprechen und wenn das nicht fruchtet, nehmen wir die Person in Gewahrsam“, so Hoffert.

Medizinische Zentren zur besseren Betreuung

Beim Thema Alkohol schrillen bei den Planern Jahr für Jahr die Alarmglocken: mehrere Jugendschutzteams haben ein Auge auf die Jugendlichen, wollen verhindern, dass Alkoholexzesse beim Karlsruher Umzug vorkommen. „Wir gehen dieses Jahr vermehrt dazu über, dass wir betroffene Jugendliche sofort in den medizinischen Zentren betreuen“, so der leitende Notarzt Dr. Christoph Nießner im Interview mit regio-news.de. Um von dort aus die Eltern zu kontaktieren, appelliert Nießner an die Jugend: „Es würde uns sehr helfen, wenn jeder Feiernde einen Zettel dabei hat auf dem die Telefonnummer von Zuhause steht oder sich diese mit einem Edding auf den Unterarm schreibt. Schließlich sind die Betrunkenen oft in einem Zustand in dem sie uns das nicht mehr mitteilen können.“ Mit einem individuellen Sicherheitskonzept, den SOS-Inseln, einer Barriereplanung und den polizeilichen Maßnahmen macht sich Karlsruhe für den 28. Februar bereit, damit den Fastnachts-Fans beim Feiern nichts dazwischen kommt.

 

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