Entwarnung im Neureuter Vogelpark: Nur sechs von 50 Tieren infiziert

Karlsruhe (pm/ame) Nachdem in einem Vogelpark im Stadtkreis Karlsruhe Ende vergangener Woche bei zunächst zwei Trauerschwänen das Vogelgrippevirus vom Typ H5N8 nachgewiesen wurde, liegen mittlerweile die Ergebnisse für den Gesamtbestand vor. Danach waren nur die insgesamt sechs Trauerschwäne infiziert. Für die restlichen rund 50 Enten, Gänse und Hühner im Vogelpark konnte zunächst Entwarnung gegeben werden: Sämtliche Untersuchungsergebnisse zeigen negative Befunde. Für die Ziervögel im Park besteht nur ein sehr geringes Infektionsrisiko.

Ein Trauerschwan und sechs Hühner mussten eingeschläfert werden

Aufgrund des positiven Befunds musste einer der Trauerschwäne eingeschläfert werden - die restlichen fünf waren an der Infektion bereits verendet. Zusätzlich mussten sechs Hühner eingeschläfert werden, die Kontakt zu den infizierten Schwänen hatten, und bei denen Verdacht der Ansteckung besteht. Die Ärzte des dem Ordnungs- und Bürgeramt angeschlossenen Veterinäramts der Stadt leiten derzeit umfängliche Maßnahmen ein, um den Bestand des Tierparks zu erhalten. Dabei stehen sie in enger Abstimmung mit dem Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Weitere Beprobung am kommenden Donnerstag

Der Bestand unterliegt nach wie vor strengen Biosicherheitsmaßnahmen, um eine Übertragung auf die vorhandenen Tiere auch weiterhin zu vermeiden. Zudem wurde beschlossen, am Donnerstag dieser Woche eine weitere Beprobung des Gesamtbestandes durchzuführen. Sollten die Ergebnisse weiterhin negativ sein, kann von der Tötung des Geflügels - Enten, Gänse und Hühner - in dem Bestand abgesehen werden.

Stallpflicht für Haus und Nutzgeflügel besteht weiter

In den nächsten Tagen wird das Geflügel in den im Sperrbezirk befindlichen Betrieben klinisch untersucht und risikoorientiert beprobt. Sowohl für den Sperrbezirk, als auch für das Beobachtungsgebiet gilt die Aufstallungspflicht für Geflügel, sowie die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen. Merkblätter hierzu finden sich auf der Internetseite der Stadt Karlsruhe. Eier, gehaltene Vögel, frisches Fleisch und sonstige Erzeugnisse und Nebenprodukte von Geflügel dürfen nur mit Ausnahmegenehmigung durch die Behörde in einen Geflügelbestand oder aus einem Geflügelbestand innerhalb der Restriktionsgebiete verbracht werden.

 

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