Kunsthalle will sich erweitern: Amtsgericht von Expansion betroffen?

Karlsruhe (ame) Die Kunsthalle in Karlsruhe will sich, im Zuge von dringenden Sanierungsarbeiten, erweitern. Für die Sanierung steht beim Land ein Realisierungswettbewerb bevor, als Zuschlag dazu, soll es einen unverbindlichen Ideenwettbewerb zur Expansion der Kunsthalle auf das Areal des Amtsgerichts geben. Auf das hat die Kunsthalle seit mittlerweile über 15 Jahren ein Auge geworfen. Nun fordert die CDU-Fraktion Karlsruhe von Oberbürgermeister Frank Mentrup, zu den Plänen der Erweiterung, mit der Landesregierung in Verbindung zu treten.

Amtsgericht steht unter einfachem Denkmalschutz

Seit fast 60 Jahren entscheidet das Amtsgericht Streitfragen in dem Gebäude, untergebracht „Am Schloßplatz“ und so wird es vorerst wohl bleiben. Experten sehen eine Erweiterung der Kunsthalle erst mehrere Jahre nach der Sanierung als möglich an. Außerdem steht das Gebäude unter Denkmalschutz, wenn auch nur als sogenanntes einfaches Denkmal, womit der Bau keinen absoluten Schutzstatus hat. Weiter spricht sich vor allem das Amtsgericht gegen einen Umzug aus. Präsident Thomas Ohlinger bestätigt gegenüber den BNN, dass der Platz im Stadtzentrum ideal sei. Die Zentrumsnähe sei schließlich auch für die Bürger gut. Zudem findet das Land keinen geeigneten Standort für einen Neubau des Gerichts.  

Ausweitung der Kunsthalle nur nach Osten möglich

Nur mit einer geeigneten Lösung, wären die 230 Angestellten des Amtsgerichts mit einer Verlagerung einverstanden. Zumal 2018 das Nachlassgericht in die Kaiserstraße zieht und dann die einzelnen Gerichte noch geeigneter nebeneinander lägen. In Richtung Bundesverfassungsgericht kann sich die Kunsthalle jedoch nicht ausweiten und auch in Richtung Botanischen Garten ist eine Erweiterung nicht möglich. Befürworter der Verlagerung des Gerichts argumentieren mit einem Kapazitätsproblem des Amtsgerichts – diese schreie förmlich nach einem Neubau.

Land bringt drei Standorte ins Gespräch

Der Rand des Alten Flugplatzes in der Nordstadt, die Paradeplatzwiese des Behördenzentrums in der Moltkestraße oder der frühere PH-Garten neben dem Gefängnis – diese drei Standorte nennt das Land für einen möglichen Neubau des Amtsgerichts. Neben einem geeigneten Platz muss das Land aber auch erst die nötigen finanziellen Mittel aufbringen um das Verlagern zu ermöglichen. Die CDU-Fraktion Karlsruhe fordert OB Mentrup, in einem offenen Schreiben, auf, sich mit der Landesregierung diesbezüglich in Verbindung zu setzen. Letzten Endes entscheidet aber ohnehin der Denkmalschutz, inwiefern eine Ausweitung der Kunsthalle überhaupt möglich wäre.

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