Zentrale Notaufnahme erneuert: Diakonissen hofft auf weniger Pöbeleien

Karlsruhe (che) Im Diakonissenkrankenhaus im Karlsruher Stadtteil Rüppurr eröffnet heute die neue Zentrale Notaufnahme (ZNA). Damit haben sowohl Patienten als auch Pflegekräfte und Ärzte mehr Platz zum Arbeiten. Die Klinik hofft, dass dadurch auch die Übergriffe von gestressten Patienten auf das Personal abnehmen.

Mehr Raum, bessere Ausstattung

"Die neue Zentrale Notaufnahme bietet uns gute Möglichkeiten, die Patientenversorgung noch besser zu gewährleisten", erklärt Krankenhaus-Vorstand Dr. Karlheinz Jung. "Wir haben nicht nur mehr Raum für die Notfälle, sondern auch eine deutlich bessere Ausstattung. Das gilt auch für die elektiven Patienten, weil wir insgesamt alles etwas entzerrt haben", so Jung. Elektive Operationen sind Eingriffe, die auf Termin vorzunehmen sind, also keine Notfall-OPs.

Eröffnung zwölf Monate nach Baustart

Konkret hat das Diakonissen mehr Raum geschaffen, indem Bereiche, die früher bei der ZNA mitangesiedelt waren, in andere Bereiche des Hauses verlegt wurden. "Wir haben jetzt die Möglichkeit, an drei Plätzen Patienten per Monitoring zu überwachen. Das ist die die Betroffenen natürlich eine gute Nachricht", freut sich der Klinik-Vorstand bei der offiziellen Eröffnung der neuen Notaufnahme. Diese wird nach zwölf Monaten Umbau heute wieder in Betrieb genommen.

Arbeiten fanden im laufenden Betrieb statt

Dazwischen mussten die Bauarbeiten während des laufenden Betriebs stattfinden. "In einem Krankenhaus kann man eine Zentrale Notaufnahme nicht einfach schließen", berichtet Jung über das vergangene Jahr. "Wir haben sie deshalb verlegt und dabei den Patienten und dem Personal viel zugemutet, aber die haben tapfer durchgehalten. Wir haben während der Umbauphase keine Patienten verloren", bilanziert Jung die schwierigen zwölf Monate.

Übergriffe sollen nach Umbau weniger werden

Die Übergriffe von gewalttätigen Patienten in den Notaufnahmen sind bundesweit ein Problem. "Wir haben deshalb schon vor längerer Zeit reagiert. Bei uns wurden Pflegekräfte als Deeskalations-Trainer geschult, damit sie andere Pflegekräfte schulen können. Diese sollen wissen, wie sie in solchen Situation reagieren müssen. Wir hoffen aber, dass diese Vorkommnisse jetzt weniger werden, weil wir nicht mehr so beengt und unter Druck arbeiten, wie vor dem Umbau!"

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