Weniger Verkehrsunfälle als im Vorjahr: Polizei Karlsruhe informiert

Karlsruhe (pol/ame) Das Polizeipräsidium Karlsruhe gab heute für dessen Zuständigkeitsbereich die Zahlen der Verkehrsunfälle im Jahr 2016 bekannt. Demnach ereigneten sich knapp 35.850 Verkehrsunfälle und damit über 1.150 Unfälle weniger als im Jahr 2015. Bei 4.268 Unfällen gab es, vergleichbar mit dem landesweiten Trend, 0,2 Prozent weniger Verkehrsunfälle, bei denen Menschen zu Schaden kamen. Es waren über 960 (-2,5 Prozent) schwerverletzte Personen zu beklagen und die Zahl der Leichtverletzten stieg von knapp 4.590 auf über 4.710 (+2,9 Prozent).

Weniger verunglückte Motorradfahrer

Mussten im Vorjahr noch 45 Menschen auf den Straßen des Polizeipräsidiums Karlsruhe ihr Leben lassen, so ist im Jahr 2016 mit 30 getöteten Personen ein erfreulicher Rückgang zu verzeichnen. In diesem Kontext besonders hervorzuheben, ist dabei die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer (5), die deutlich unter dem Stand des Vorjahres (11) liegt. Der positive Abwärtstrend in Bezug auf Unfälle mit motorisierten Zweiradfahrern setzt sich fort, denn im Vergleich zum Vorjahr wurden insgesamt 8,7 Prozent weniger Motorradunfälle von der Polizei aufgenommen. Auch die Zahl der hierbei verletzten Motorradfahrer ging von über 450 auf nunmehr knapp 420 zurück. "Es hat sich erwiesen, dass das flächendeckende Konzept präventiver und repressiver Maßnahmen der Polizei zielführend war. Die hohe Anzahl von Geschwindigkeitskontrollen speziell an unfallträchtigen Orten und geschwindigkeitsbedingten Gefahrenstellen haben ihre Wirkung gezeigt," so Polizeivizepräsident Franz Semling bei der Präsentation der aktuellen Verkehrszahlen.

Senioren tragen zu über 60 Prozent die Schuld am Unfall

Schwächere Verkehrsteilnehmer, wie Kinder oder Senioren sind besonders gefährdet. 2016 verunglückten 55 Senioren mehr als im Jahr 2015, dies bedeutet eine Zunahme von 9,2 Prozent. Tatsächlich wurden 63 Prozent der schweren Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Senioren von diesen selbst verursacht. Außerdem verzeichnet das Polizeipräsidium Karlsruhe 330 verunglückte Kinder. Dies sind über 20 Kinder weniger als im Vorjahr. Leider war ein tödlich verletztes Kind als Mitfahrer zu beklagen. Eine weitere Risikogruppe stellen die jungen Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren dar. Sie sind bei schweren Unfällen überproportional als Verursacher schwerer Unfälle beteiligt. Hier ist die Zahl der Unfälle mit 3.110 im Gegensatz zu 3.076 im Vorjahr leicht angestiegen. Ein junger Erwachsener verunglückte tödlich.

"Jedes verletzte Opfer ist eines zu viel."

Leicht über dem Niveau des Vorjahres bewegen sich die Unfallzahlen der verunglückten Radfahrer mit 1.155. Mehr als die Hälfte aller Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern wurden von diesen selbst verursacht. Dabei kamen fast 990 Radler körperlich zu Schaden, vier davon erlitten tödliche Verletzungen. "Die positiven Entwicklungen der Verkehrszahlen werden erst recht ein Ansporn sein, die Anstrengungen hinsichtlich der Verbesserung der Verkehrssicherheit und der Bekämpfung der Hauptunfallursachen noch weiter zu verstärken. Dabei werden wir noch vermehrt ein Augenmerk auf das frühzeitige Erkennen von kritischen Entwicklungen und das rasche Ergreifen von zweckmäßigen und gesamtheitlichen Maßnahmen legen. Denn letzlich ist jedes getötete oder verletzte Opfer eines zu viel," bekräftigte Polizeivizepräsident Franz Semling in seinen Ausführungen.

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