Eher mehr Flächen als weniger: CDU will Kleingartenanlagen retten

Karlsruhe (che) Die CDU Karlsruhe macht sich stark für den Erhalt dreier Kleingartenanlagen in der Fächerstadt. Die Stadtverwaltung soll nach Meinung der Christdemokraten einen Kleingartenplan bis 2030 aufstellen und die von der Bebauung bedrohten Flächen Exerzierplatz, Pulverhausstraße und Seewiesen aus dem Flächennutzungsplan herausstreichen. "Alle drei Anlagen tragen zur Klimaregulierung in Karlsruhe bei", begründet die CDU unter anderem ihre Forderungen.

CDU fordert Kleingartenplan 2030

Vergangene Woche hatte sich der Kreisvorstand der CDU gemeinsam mit einigen Gemeinderatsmitgliedern zusammengesetzt, um über die Problematik der Kleingärten zu diskutieren. Als Ergebnis stellte die Stadtratsfraktion einen Antrag darauf, dass die Stadtverwaltung einen "Kleingartenplan 2030" auflegt. Dieser soll aufzeigen, wie sich die Kleingärtenflächen im gesamten Stadtgebiet entwickeln sollen und gemeinsam mit dem Bezirksverband der Gartenfreunde entstehen.

Drei Kleingärten stehen auf Abschussliste

"Wir sind uns bewusst, dass Karlsruhe neuen Wohnraum benötigt. Warum aber ausgerechnet die drei gewachsenen Kleingartenanlagen Exerzierplatz, Pulverhausstraße und Seewiesen dafür geopfert werden sollen, erschließt sich mir nicht. Zumal es sich um jeweils in einem Bundeswettbewerb mit Goldmedaillen prämierte und damit besonders erhaltenswerte Kleingartenanlagen handelt“, sagt der CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Ingo Wellenreuther.

Kleingärten tragen zur Klimaregulierung der Stadt bei

"Alle drei Anlagen tragen zur Klimaregulierung in Karlsruhe bei, liegen in Frischluftschneisen der Stadt und dienen vielen Menschen der Naherholung. Gerade die Anlage Exerzierplatz wird von Patienten des nebenan gelegenen Städtischen Klinikums häufig für Spaziergänge genutzt", so Wellenreuther weiter. CDU-Fraktionschef Tilman Pfannkuch ergänzt: Wir brauchen eine umfassende, langfristige Planung über Bestand und Fortentwicklung der 78 Kleingartenanlagen in Karlsruhe. Die Beratung über den Flächennutzungsplan 2030 hat gezeigt, dass wir eher mehr Flächen für Kleingärten brauchen als weniger!"

"Flächen verdienen eine eigene Untersuchung!"

Pfannkuch betonte, dass die Bedeutung der Gärten für die Bevölkerung so wichtig sei, dass die Flächen eine eigene Untersuchung verdienten. "Die Kleingartenplanung muss vorgezogen werden, weil sie fachliche Grundlage des Flächennutzungsplans 2030 sein muss. Sollte es nicht möglich sein, einen Kleingartenplan 2030 zeitnah aufzustellen, müssen die im künftigen Flächennutzungsplan 2030 als potenzielle Flächen zur Wohnbebauung vorgesehenen Kleingärten Exerzierplatz, Pulverhausstraße und Seewiesen herausgestrichen werden“, sind sich Wellenreuther und Pfannkuch einig.

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