Freie Demokraten stellen Bedingungen für Güterzug-Neubaustrecke
Graben-Neudorf/Landkreis Karlsruhe. „Ob die Güterzug-Neubaustrecke zwischen Graben-Neudorf und Karlsruhe in der angedachten Form und Korridorplanung überhaupt kommt, ist trotz der Aufnahme in der Bundesverkehrswegeplan 2030 für mich aus verschiedenen Gründen unklar“, sagte FDP-Bundestagskandidat Dr. Christian Jung am Sonntag nach einem Vor-Ort-Termin mit Bürgern zum Bahnlärm in Graben-Neudorf. Denn vor dem Beginn des 2018 beginnenden Planungsverfahrens unter Einbindung der Bevölkerung müsse mit der Deutschen Bahn/DB Netz und der Bundesregierung erst geklärt werden, welche Rolle die bisherigen Altstrecken Graben-Neudorf-Stutensee-Karlsruhe und (Germersheim-)Graben-Neudorf-Bruchsal(-Abzweig nach Bretten/Mühlacker)-Weingarten-Karlsruhe bei der massiven Zunahme von Güterzügen bis zum Jahr 2025 spielten.
 
„Es nützt nichts über die Varianten einer Neubaustrecke, die frühestens zwischen 2032 und 2035 in Betrieb geht, zu spekulieren, wenn der Verkehrszuwachs in den kommenden Jahren komplett ohne weitere massive und durchdachte Lärmschutzmaßnahmen über die Altstrecken abgewickelt wird und dort vor allem nachts wie schon jetzt eine Menge zusätzlicher Güterzüge mit alten und lautem Wagenmaterial verkehren“, sagte Jung weiter. Am Eisenbahn-Drehkreuz Graben-Neudorf sei es zudem sinnvoll über Lärmschutzwände und Umbaumaßnahmen im Gleisbereich zur Reduzierung des Schienenlärms nachzudenken. Dazu gehöre auch ein neues und durchdachtes Schienenschleifmanagement der Deutschen Bahn, um den Lärm weiter zu senken, was technisch möglich sei.
 
„Wir als Freie Demokraten freuen uns über jeden Container und jeden zusätzlichen Güterwagen, der einen LKW-Transport vermeidet. Dieser Ausgleich zwischen Ökologie und Ökonomie muss aber auch so organisiert werden, dass kein permanenter Lärm entsteht. Eine Bahnlärm-Vermeidungs-Strategie für die Altstrecken ist deshalb eine wichtige Bedingung, bevor wir über eine Güterzug-Neubaustrecke im Detail sprechen“, betonte Jung. Wer das Bahnlärm-Problem ignoriere, riskiere zudem, dass diese wichtige Infrastrukturmaßnahme im Schienengüterverkehr erst mehrere Jahre später in Betrieb gehen werde.
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