"Einer von uns": Karlsruhe gedenkt Luther mit 22 Büsten

Karlsruhe (che) 22 Büsten erregen derzeit die Aufmerksamkeit in der Innenstadt von Karlsruhe. Die Köpfe sind Teil der Feierlichkeiten zum Reformationsjahr und sollen an die Werte Martin Luthers erinnern. Gezeigt werden Persönlichkeiten, die ebenfalls couragiert und aufrecht für ihre Prinzipien eingestanden sind.

Luther - Einer von uns

Das Projekt "Luther - einer von uns" soll das schwebende Thema "Reformation" mitten unter die Menschen bringen. "Deshalb werden in Karlsruhe 22 Büsten von bedeutenden und unbedeutenden Persönlichkeiten aufgestellt, die alle etwas mit Martin Luther zu tun haben", erklärt Oberbürgermeister Frank Mentrup anlässlich des Startschusses in Sparkasse Karlsruhe. "Luther wird dadurch von seinem Denkmal in die Stadt geholt. Das ist eine wunderbare Verknüpfung von Vergangenheit und Gegenwart und Menschen wie du und ich", so Mentrup.

Ex-OB Seiler ebenfalls mit Büste geehrt

In der Sparkasse ist die Büste von Gerhard Seiler zu sehen. Der Karlsruher Oberbürgermeister a. D. stehe für das Anliegen Luthers ein, Verantwortung in unserer Welt zu übernehmen. "Er war Kommunalpolitiker, hat dort Verantwortung übernommen und viel riskiert. Beispielsweise beim Methadon-Programm. Da hat er Mut bewiesen, als der Umgang mit Drogen noch ganz anders ausgehandelt wurde", beschreibt Dirk Keller, Pfarrer der Stadtkirche Karlsruhe, die Idee, auch Seiler eine Büste zu widmen. "Couragiert, aufrecht, ehrlich, glaubwürdig, unbequem, lernfähig - wie Luther", fasst Keller zusammen.

Luthers Werte in Stadtgesellschaft täglich von Bedeutung

Martin Luther versuchte vor 500 Jahren auf der Grundlage eines festen Wertekanons und fester Prinzipien, seine Kirche weiterzuentwickeln, damit sie diesen Werten auch treu bleiben kann. "Damit war er sehr modern bei einem gleichzeitigen Beharren auf etwas, was das Fundament bildet. Das ist etwas, was in einer Stadtgesellschaft wie in Karlsruhe täglich auf das Neue von Bedeutung ist", zieht der Oberbürgermeister die Parallelen ins Jahr 2017.

"Immer neue Lösungen zu Herausforderungen der Zukunft finden"

"Dass man nicht aus lauter Erstarren in etwas alt Strukturiertem vergisst, es den Entwicklungen anzupassen. Denn irgendwann ist das, was eigentlich die Wertegrundlage des Alten war, nicht mehr zu leben, weil man sich nicht angepasst und weiterentwickelt hat. Gerade Karlsruhe ist eine unglaublich dynamische und noch sehr junge Stadt, die schon sehr groß geworden ist und sich permanent weiterentwickeln muss, um immer die neuen Lösungen zu den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu finden, dabei aber auch nicht die Werte und das Fundament vergessen darf, aus denen sie gekommen ist."

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