Erweiterung des KIT am Adenauerring: Was passiert mit dem Botanischen Garten?

Karlsruhe (ame) Das Karlsruher Institut für Technologie will sich erweitern, da die Zahl der Mitarbeiter stetig wächst. Drei neue Institutsgebäude sollen her, um genug Platz für Forschung und Lehre zu schaffen. Ein Brachgelände am Adenauerring steht zur Verfügung und würde somit eine Erweiterung des KIT in den Karlsruher Osten ermöglichen. Von den Bebauungsplänen nicht betroffen – die Gewächshäuser des Botanischen Gartens. Jedoch hat der Landesrechnungshof deren Unwirtschaftlichkeit festgestellt, weshalb die Gewächshäuser neu gebaut werden sollen und das an einer neuen Stelle.

Planungen für neuen Standort des Botanischen Gartens laufen

Bunt verteilt ist das KIT in der Karlsruher Innenstadt. Neben dem Campus Süd, lernen und forschen die Studenten in mehreren Außenstellen, alle angemietet vom Institut, um ausreichend Raum zu generieren. Dem soll, zumindest in Teilen, ein Ende bereitet werden. Der Landtag hatte damals beschlossen, ein 20.000 Quadratmeter großes, bislang unbebautes Areal am Adenauerring zur Verfügung zu stellen. Die Klaus Tschira Stiftung ist bereit, drei Gebäude auf diesem Gelände zu bauen und davon einen Bau aus eigenen Mitteln zu finanzieren. Zeitgleich entwickelt das KIT den Standort des Botanischen Gartens neu, da die Gewächshäuser am derzeitigen Standort nicht sanierbar sind.

Neues Botanisches Institut an neuem Standort

„Wir wollen das Botanische Institut erhalten, das ist ein Eckpfeiler unserer Forschung und Lehre. Deshalb müssen wir den Bedarf an einer anderen Stelle decken und das wollen wir in der Kornblumenstraße machen, dort gibt es freie Flächen“, erklärt KIT-Vizepräsident Dr. Ulrich Breuer im Interview mit regio-news.de. Derzeit laufen die Gespräche mit den Professoren des Instituts, um genau planen zu können welche Gewächshäuser in welcher Art in Zukunft notwendig sind. Nebenbei strebt das KIT das Baurecht für die gesamte Fläche am Adenauerring an, um die Bebauung nicht stufenweise absolvieren zu müssen. In diesem Bauvorhaben sehen die Planer vor, die wegfallenden Grünflächen durch eine neue Grünzone von rund 9.000 Quadratmetern zu garantieren. Über diese will sich das Institut in der nächsten Zeit mit den Bürgern austauschen.

Stadt kümmert sich um Bebauungsplanverfahren

Oberbürgermeister Frank Mentrup spricht sich für die Bebauungspläne des KIT aus, dieser Wunsch wäre auch im Sinne der Stadt, betont er bei einem Pressegespräch. Durch die neuen Gebäude würden angemietete Räume im Stadtinnern wieder frei werden – und das sind rund 3.500 Quadratmeter Fläche. „Die Stadt kümmert sich nun um den Bebauungsplan, legt fest wie viel Geschossfläche entstehen wird und welche Abstände einzuhalten sind“, erklärt Mentrup im Interview. Das KIT hofft darauf die entsprechenden Genehmigungen noch in diesem Jahr zu bekommen. Ausgehend von einer Bauzeit von zwei Jahren, könnten die neuen Institutsgebäude am Adenauerring dann Ende 2019, Anfang 2020 bezogen werden.

 

 

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