Genehmigung für Rückbau: AKW Philippsburg Block 1 wird abgebaut

Philippsburg (pm/ame) Der Rückbau von Block 1 des Kernkraftwerks in Philippsburg kann starten. Das Umweltministerium hat der EnBW nach umfassender Prüfung die sogenannte Stilllegungsgenehmigung erteilt. Damit ist das KKP 1 das zweite Kernkraftwerk in Baden-Württemberg, das im Zuge des 2011 beschlossenen Atomausstiegs abgebaut werden kann.

"Atomausstieg nimmt klare Formen an."

Die Reaktoren von Block 1 waren nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima vom Netz genommen worden und werden seither auf den Abbau vorbereitet. KKP 1 ist bereits seit Dezember vergangenen Jahres brennelementefrei. „Der Atomausstieg nimmt immer klarere Formen an. Mit der jetzt erteilten Genehmigung kann die EnBW auch in Philippsburg in die nächste Phase der Stilllegung ihrer atomaren Anlagen eintreten“, sagte Umweltminister Franz Untersteller. „Das von der EnBW vorgelegte Konzept erfüllt alle Anforderungen an einen sicheren und umweltverträglichen Abbau einschließlich der Behandlung und Lagerung kontaminierter Abfälle.“

Abbauarbeiten vorwiegend innerhalb der Gebäude

Der 1. SAG vorausgegangen ist eine Umweltverträglichkeitsprüfung sowie eine Verträglichkeitsüberprüfung des Vorhabens mit der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. Hinweise auf nachteilige Umweltauswirkungen, die einer Genehmigung des Rückbaus entgegengestanden hätten, haben sich daraus nicht ergeben. Auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung mit mehrtägigem Erörterungstermin hat stattgefunden. Die 1. SAG umfasst die Vorbereitung und den Abbau von Anlagenteilen und die Herausgabe von nicht kontaminierten und nicht aktivierten Stoffen sowie den Umgang (Behandlung, Lagerung und Verbleib) mit radioaktiven Reststoffen. Der Abriss von Gebäuden ist nicht Gegenstand der Genehmigung. Die Abbauarbeiten finden im Wesentlichen innerhalb der Gebäude statt. Die Abluft wird umfassend gefiltert.

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