Geflügelpestgeschehen: Baden-Württemberg entwickelt 5-Punkte-Plan

Stuttgart (pm/ame) Das Ministerium für Ländlichen Raum zieht bezüglich der Vogelgrippe-Fälle Bilanz und legt einen 5-Punkte-Plan vor. Mit über 300 Ausbrüchen war Baden-Württemberg sehr stark von dem Geflügelpestgeschehen betroffen. Durch die Maßnahmen des Landes konnte ein Übergreifen auf Nutzgeflügel jedoch verhindert werden.

5-Punkte Plan

Zuerst spielen Biosicherheitsmaßnahmen eine zentrale Rolle - die Veterinärverwaltung und die Tierseuchenbekämpfer haben schon begonnen, die Konzepte zur Biosicherheit näher zu analysieren. Weiter erarbeitet die Tierseuchenbekämpfung Task Force Empfehlungen und übernimmt die Beratung. Außerdem wird das Monitoring verstärkt fortgesetzt, das heißt, dass Wildvögel verstärkt auf das hochansteckende Virus untersucht werden. Punkt 4 entspricht einer besseren Regelung für Kleinst- und Rassegeflügelhalter, Punkt 5 verstärkt die Vermarktungsregelungen für Eier.

"Vorgehen des Landes war richtig."

„Der Verlauf des Vogelgrippegeschehens in Baden-Württemberg belegt, dass unser Vorgehen richtig war. Durch ein frühzeitiges und konsequentes Handeln der Veterinärbehörden und ein umsichtiges Agieren der Geflügelhalter konnte bei uns ein Übergreifen der Wildvogelseuche auf Nutzgeflügelbestände verhindert werden. Damit konnten wir großen Schaden für die Geflügelhalter und ihre Tiere abwenden“, so Minister Peter Hauk. Nachdem die Vogelgrippewelle abgeflaut sei und die Zugvögel aus den Winterquartieren in ihre Brutgebiete zurückgekehrt sind, könne nun die risikoorientierte Stallpflicht im gesamten Land aufgehoben werden

Eintragsrisiko aktuell gering

„Die Experten sehen in Baden-Württemberg derzeit keine Notwendigkeit zur weiteren vorbeugenden Aufstallung von Geflügel“, betonte Hauk. Der letzte Vogelgrippe-Befund bei einem Wildvogel im Land sei am 22. Februar festgestellt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut stufe unter diesen Voraussetzungen in seiner aktuellen Bewertung das Eintragsrisiko in Geflügelbestände als gering ein. Bundes- und europaweit entspanne sich die Lage. Auch wenn die Stallpflicht aufgehoben werde, würden die erhöhten Biosicherheitsmaßnahmen in Kleinbeständen bundesweit bis einschließlich 20. Mai dieses Jahres weiter gelten. In größeren Haltungen seien diese ohnehin dauerhaft Pflicht.

 

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