Entsetzen bei FDP: Landesregierung bei Unterrichtsausfall planlos

Karlsruhe (che) Die FDP kritisiert die Landesregierung Baden-Württemberg, weil es im Landkreis Karlsruhe zu viel Unterrichtsausfall gibt. Auf eine Anfrage der Liberalen im Landtag antwortet die Kultusministerin, nicht zu wissen, wie hoch der Ausfall tatsächlich sei.

Beschwerden über Unterrichtsausfall

Eltern, Lehrer und Schulleiter machen seit Wochen auf den massiven Unterrichtsausfall in der Region aufmerksam, heißt es von den Freien Demokraten. "Wir haben ungewöhnlich viele Meldungen bekommen", berichtet FDP-Kreisvorstand Heiko Zahn aus Bruchsal. Aus diesem Grund wandte sich der Landtagsabgeordnete Erik Schweickert mit einer Anfrage direkt an die Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). "Die Antwort schockiert uns alle", so Zahn, der wissen wollte, die hoch der Ausfall denn konkret sei.

Landesregierung kennt genaue Zahlen nicht

Eisenmann schrieb: "Zur detaillierten Beantwortung wäre eine sehr aufwändige Erhebung an allen Schulen erforderlich, die die verfügbaren sachlichen wie personellen Ressourcen innerhalb der gesetzten Frist nicht realisierbar wäre." Damit gab die Kultusministerin zu, dass die Landesregierung nicht wisse, wie hoch der Unterrichtsausfall in Baden-Württemberg und dem Landkreis Karlsruhe sei. "So eine Antwort ist in Zeiten der Digitalisierung ein absolutes Armutszeugnis, da die Schulleiter seit zehn Jahren eine Statistik über Unterrichtsausfälle führen müssen, die Daten aber nicht weitergeleitet, gesammelt und ausgewertet werden", urteilt FDP-Kreisvorstand Nicole Büttner-Thiel aus Karlsbad.

FDP fordert Verbesserung der Unterrichtsversorgung

"Handwerker oder mittelständische Betriebe werden vom Zoll mit bewaffneten Beamten überprüft, ob sie alles richtig machen. Somit wird das unstrukturierte Vorgehen des Kultusministeriums und der Landesregierung beim Unterrichtsausfall noch problematischer", vergleichen Büttner-Thiel und Zahn die strukturelle Situation um das große Unwort "Überbürokratisierung" im Handwerk mit den Schulen. Die FDP plant daher eine Anhörung zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung. Dazu soll auch die Hessische Lehrer- und Schülerdatenbank herangezogen werden, weil dort eine detaillierte Erfassung des Problems bereits möglich ist.

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