Schuldnerberatung liegt im Trend: Caritas meldet unverändert hohe Zahlen

Karlsruhe (sfr) Die Arbeitslosigkeit sei nach wie vor der häufigste Grund für Überschuldung, gefolgt von Krankheit, Scheidung oder Trennung, so Martin Langenbahn, Teamleiter der Schuldnerberatung im Beratungszentrum der Caritas in Karlsruhe. Der Verband gab die wichtigsten Trends der Jahresstatistik 2016 bekannt und allgemeine Informationen über den Arbeitsbereich „Schuldnerberatung“. 

„Die Überschuldung ist kein Phänomen.“

Die Nachfrage nach Schuldnerberatung ist leicht steigend und die Zahl der Kunden seit 2016 unverändert hoch. Laut Langenbahn haben die Sozialleistungsbezieher ein höheres Risiko sich schnell zu verschulden - zu gering das Einkommen mit dem sie wirtschaften müssen. „Die Überschuldung ist kein Phänomen, das überwiegend im Bereich der Sozialleistungsbezieher auftritt“, so der Teamleiter. Die Schuldnerberatung betreut alle Privatpersonen, ganz unabhängig davon, ob diese Einkommen beziehen oder Sozialleistungen empfangen.

So funktioniert die Schuldnerberatung

„Wir ermitteln den Schuldenstand, wir betreiben Existenzsicherung, das heißt wir kümmern uns um Probleme, die zum Beispiel zum Verlust der  Wohnung führen können. Wenn wir die Situation gesichtet, die Schulden ermittelt haben, überlegen wir gemeinsam wie wir zu einer Entschuldung kommen“, erklärt Langenbahn die Aufgaben der Schuldnerberatung im Interview mit der neuen welle. Auch online bietet die Caritas Beratung an. Dort kann man anonym seine Anliegen schildern, ganz egal zu welcher Uhrzeit. Mit einer ersten Einschätzung geben die Experten dann schnelle Tipps, an welche Beratungsstelle man sich wenden kann. Die Online-Beratung wird die persönliche Beratung aber nicht ersetzen, betont Langenbahn. Sie sollte eher als eine nützliche Ergänzung verstanden werden.

 

 

 

 

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