Die Trainersuche beim Karlsruher SC zieht sich: Quo vadis, Oliver Kreuzer?

Karlsruhe (che) Die Trainersuche beim Karlsruher SC sollte eigentlich bis Weihnachten beendet sein. Derzeit sieht es nicht aus, als ob Oliver Kreuzer vor den Feiertagen noch einen Nachfolger für den Anfang Dezember entlassenen Tomas Oral findet. Nach den Absagen von Franco Foda und Dirk Schuster gibt es im Moment zwei Favoriten auf den Trainerjob.

Niederlagenserie beendet Orals KSC-Zeit

Die 1:2-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth war zu viel für die Verantwortlichen des Karlsruher SC. Nach vier Heimspiel-Pleiten in Serie wurde Tomas Oral suspendiert. Damit endete am 5. Dezember die Amtszeit des 43-Jährigen nach nur einem halben Jahr. Oral stand bei den Fans schon früh in der Kritik, Sportdirektor Jens Todt stärkte ihm jedoch weiterhin den Rücken. Nachdem Todt allerdings noch vor dem Trainer den Hut nehmen musste, ließ der neue sportliche Leiter Oliver Kreuzer sich nicht lange Zeit und beurlaubte Tomas Oral nach nur einer Partie.

Kwasniok bringt die Hoffnung zurück in den Wildpark

Die Entscheidung für eine Übergangslösung war schnell gefallen: der U-19-Trainer Lukas Kwasniok übernahm bis zur Winterpause und hatte zumindest zum Teil Erfolg. Zwar fielen in den beiden Partien gegen Dresden und Braunschweig keine Tore, doch durch die zwei Punkte kletterte der Karlsruher SC wieder auf einen Nichtabstiegsplatz, wo es sich doch etwas komfortabler überwintert, als auf Rang 16. Doch Kwasnioks Leistung ging noch darüber hinaus: durch seine sympathische, bodenständige Art schaffte er es, dass die Fans wieder hinter ihrem Team standen und den KSC bei beiden Spielen lautstark unterstützten.

Dirk Schuster schnell mit der Absage

Zu dem ursprünglichen Favoritenkreis um die Trainer Thorsten Fink, Franco Foda und Kosta Runjaic kam plötzlich noch Dirk Schuster dazu. Der ehemalige KSC-Profi wurde Mitte Dezember beim FC Augsburg entlassen. Daraufhin nahm Oliver Kreuzer Kontakt zum 48-Jährigen auf, der noch immer im Karlsruher Stadtteil Durlach wohnt. Doch von Schuster kam schnell die klare Ansage: derzeit kein Interesse an der offenen Stelle im Wildpark.

Foda-Verpflichtung platzt nach positiven Signalen

Wenig später schien mit Franco Foda bereits alles in trockenen Tüchern zu sein. Der Coach des österreichischen Tabellenführers Sturm Graz galt in Medienkreisen bereits als neuer Trainer bei den Karlsruhern. Doch es kam anders: ob sich die Vereine nicht über eine Ablösesummer einigen konnten oder Foda selbst absagte, weil er beim KSC nicht die erste Wahl war, ist letztendlich egal. Oliver Kreuzer erhielt die nächste Absage und damit weiter unruhige Tage, denn noch immer steht der Trainingsstart der Profis für die Rückrunde nicht fest. Das macht nämlich in der Regel der Trainer.

Momentan zwei Favoriten auf den Job an der Seitenlinie

Bleiben aktuell zwei Favoriten bei der Trainersuche. Der prominentere der beiden Namen ist Josef "Joe" Zinnbauer. Der 46-Jährige steht noch in der Schweiz beim FC St. Gallen unter Vertrag. Kreuzer und er kennen sich aus der gemeinsamen Zeit beim Hamburger SV, wo der Sportdirektor Zinnbauer für die Nachwuchsabteilung der Hanseaten verpflichtete. Zinnbauer ist auch beim Karlsruher SC kein Unbekannter, kennt den Verein aus seiner Zeit als Co-Trainer unter Uwe Rapolder, Rainer Scharinger und Jörn Andersen. Anschließend betreute er vor seinem Wechsel zum HSV die U-23 der Karlsruher.

Übernimmt Nachwuchscoach Meister das Ruder?

Mittlerweile scheint allerdings auch eine interne Lösung nicht mehr unwahrscheinlich. Heißer Kandidat ist der Trainer der U-17 des Karlsruher SC, Marc-Patrick Meister. Der 36-Jährige Bruchsaler gilt als ausgewiesener Fußballfachmann und steht mit seinem Team auf dem zweiten Platz der B-Jugend-Bundesliga Süd/Südwest. Meister ist im Gegensatz zu Lukas Kwasniok im Besitz der erforderlichen Profi-Lizenz. Dass der KSC in der jüngeren Vergangenheit mit Trainern aus dem eigenen Nachwuchs nicht schlecht gefahren ist, zeigen die Beispiele Edmund Becker und Markus Kauczinski, die als einzige über mehrere Jahre erfolgreich bei den Badenern arbeiteten.

Sportdirektor Kreuzer läuft allmählich die Zeit davon

Ursprünglich hatte Kreuzer angekündigt, in Ruhe nach einem neuen Trainer suchen zu wollen. Er sei optimistisch, bis Weihnachten eine Lösung präsentieren zu können. Nach den Absagen von Schuster und Foda deutet allerdings alles daraufhin, dass sich bis zum 24. Dezember nicht mehr allzu viel tut am Wildpark. Doch die Uhr tickt: am 5. Januar treten die Profis beim Hallenturnier in Mannheim an, eigentlich sollte das Training für die Rückrunde schon kurz davor beginnen. Bleiben Kreuzer noch ziemlich genau 14 Tage, um eine Lösung zu präsentieren oder eben doch die Hoffnung auf den Weihnachtsmann, der bei Familie Kreuzer den neuen Trainer unter den Christbaum legt.

 

 

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