CAS-Urteil: Ex-KSC-Spieler Calhanoglu für vier Monate gesperrt

Lausanne/Karlsruhe (ame) Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den ehemaligen KSC-Spieler Hakan Calhanoglu für vier Monate gesperrt – damit ist die Fußball-Saison für den Leverkusener frühzeitig beendet. Dem Fußball-Profi wird sogenannte Vertragsverletzung vorgeworfen, die Sperre muss der Spieler sofort antreten und dazu noch 100.000 Euro Strafe zahlen. „Trabzonspor hätte gar keinen Kontakt zu ihm aufnehmen dürfen“, erklärt Oliver Kreuzer im Interview mit der neuen welle. „Hakan war damals noch minderjährig und in einem laufenden Vertrag.“

Calhanoglu unterschreibt bei Trabzonspor und verlängert beim KSC

Grund für das Urteil des CAS ist eine Auseinandersetzung zwischen Hakan Calhanoglu und dem türkischen Erstligisten Trabzonspor. Dort hatte der Profi 2011 einen Vertrag unterzeichnet, gleichzeitig verlängerte er aber auch seinen Vertrag beim Karlsruher SC und wechselte später zum HSV. Darin sah der türkische Verein einen Vertragsbruch und bekam vom Internationalen Sportgerichtshof Recht. Die Folge: eine viermonatige Sperre für den türkischen Nationalspieler in Diensten von Bayer Leverkusen.

KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer zeigt sich schockiert

„Das ist natürlich ein schlimmes Urteil, vier Monate Sperre als Ausmaß ist unglaublich. Mir tut das für Hakan extrem leid, weil ich weiß, dass er das niemals wollte. Als 17-Jähriger wollte er einfach nur Fußball spielen und hat sich währenddessen um nichts anderes gekümmert. Dieses Papier bei Trabzonspor hat er nicht freiwillig unterschrieben – jetzt holt ihn die Vergangenheit leider ein“. So schockiert zeigt sich Oliver Kreuzer der auch zu Calhanoglus KSC-Zeiten Sportdirektor in Karlsruhe war. Schon damals hätte der Verein rechtlich gegen den türkischen Erstligisten vorgehen können, da eine Kontaktaufnahme seitens Trabzonspor nicht erlaubt gewesen war. Kreuzer erklärt, dass der KSC nicht dagegen vorging, da Calhanoglu schließlich unter Vertrag stand.

„Es fällt mir schwer das zu verstehen.“

Auf seiner Facebook-Seite äußert sich der ehemalige KSC-Profi zur viermonatigen Sperre der FIFA. Darin bedauert der Leverkusener das Urteil: „damit kann ich leider in der Rückrunde weder für meinen Verein noch für die türkische Nationalmannschaft auflaufen, was mir sehr leid tut. Es fällt mir schwer zu verstehen, weshalb ich für etwas, was vor mittlerweile sechs Jahren geschehen ist, als ich noch minderjährig war, für einen solch langen Zeitraum meinem Beruf und meiner Leidenschaft, dem Fußballspielen, nicht mehr nachgehen darf.“ Weiter schreibt Calhanoglu aber, dass er die Entscheidung akzeptieren und nach vorne schauen wird. 

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