Befreiungsschlag oder Rote Laterne? KSC muss gegen Union Berlin punkten

Karlsruhe (che) Der Karlsruher SC muss gegen den 1. FC Union Berlin am Sonntag dringend wieder zurück in die Erfolgsspur finden. Cheftrainer Mirko Slomka sitzt vor der Partie noch am Personalpuzzle. Mit Grischa Prömel und Hiroki Yamada fallen zwei Spieler gesperrt aus, auf der Torwartposition soll es keinen Wechsel geben.

Slomka sucht Ersatz für Prömel und Yamada

"Grischa und Hiroki sind zwei sehr große Persönlichkeiten in der Mannschaft, sehr intelligente Spieler", lobt Mirko Slomka die beiden Gesperrten auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen "Eisern Union". "Die werden wir ersetzen müssen und da haben wir in der Woche daran gearbeitet", so Slomka. Sein Trainerteam und er hätten sich auch schon fast festgelegt und eine Idee, mit wem das gehen soll. Namen wollte Slomka allerdings keine nennen.

Krebs arbeitet sich an die Mannschaft heran

Nicht im Kader sind erneut die länger verletzten Boubacar Barry, Manuel Torres und Florian Kamberi. Auch Ylli Salahi wird nicht zur Verfügung stehen, weil er vor zwei Tagen im Training eine Zerrung erlitten hat. Noch keine Option ist ein Einsatz von Gaetan Krebs. Nach seinem Kreuzbandriss stand er beim Test gegen Worms erstmals wieder für 30 Minuten auf dem Feld. "Wir planen weiter ganz sauber mit ihm. Nächste Woche haben wir noch ein Testspiel, da kann er auch über längere Zeit zum Einsatz kommen", erklärt Slomka.

Union Berlin: "Unglaublich schwerer Gegner"

Bislang gingen im Vorverkauf 10.200 Tickets über die Fanshop-Theke, gut 300 davon nach Berlin. Die KSC-Fans erwartet ein "unglaublich schwerer Gegner", analysiert der Chefcoach. "Das ist eine außerordentlich gute Mannschaft. Die haben ein gefestigtes Team und Typen, die den unbedingten Siegeswillen mitbringen", so Slomka über den Tabellenvierten der 2. Bundesliga. "Da kann man schon von einer Spitzenmannschaft reden", macht der KSC-Trainer klar, wie schwer die Aufgabe am Sonntag wird.

Befreiungsschlag oder Rote Laterne für den KSC?

Angesichts der Aufholjagd des FC St. Pauli steht der Karlsruher SC derzeit mit 18 Punkten nur knapp über dem Strich. Wenn es richtig blöd läuft für die Badener, könnte am Ende des Spieltags die rote Laterne auch im Wildpark hängen. "Wir wissen um unsere Lage und würden die 95. Minute gegen München gerne vergessen, aber deswegen müssen wir jetzt zu Hause unbedingt punkten. Der Ernst der Lage wurde uns mit diesem Gegentor sehr deutlich vor Augen geführt", weiß Slomka um die Bedeutung der Partie. "Jedes Spiel ist für sich selbst ein 'Spiel der Wahrheit'!"

Slomka will sich nicht konkret zur Torwartfrage äußern

Zur Torhüterfrage wollte sich Mirko Slomka auch auf Nachfrage nicht äußern. "Grundsätzlich habe ich über beide Torhüter gesagt, dass es keine fest Nummer Eins gibt, aber auch keine regelmäßigen Wechsel. Ich entscheide das nach Bauchgefühl, aber bisher ist keine Änderung geplant!" Slomka lässt sich nicht gerne in die Karten schauen, so viel ist klar. Ob René Vollath am Sonntag tatsächlich das KSC-Tor hüten wird, erfahren die Fans dann kurz vor dem Anpfiff. Den wird Schiedsrichter Thorben Siewer um 13:30 Uhr tätigen.

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