55 Prozent der Zweitkämpfe gewonnen: KSC gegen H96 in der Statistik

Karlsruhe (dnw) Was auf dem Papier vor Anpfiff des Spiels des abstiegsbedrohten Karlsruher SC gegen den Aufstiegsanwärter in die Bundesliga Hannover 96 so klar für den Tabellen-Zweiten aussah, wurde auf dem Wildparkrasen schnell widerlegt. Das Team von KSC-Coach Mirko Slomka kaufte den Niedersachsen von Beginn an den Schneid ab. Stefan Mugosa (10.) und Dimitris Diamantakos (70.) per Foulelfmeter schossen die Karlsruher zum verdienten Sieg.

Lage ist weiterhin nicht zu unterschätzen

Die Überlegenheit der Badener spiegelte sich auch teilweise in der Statistik wider. 55 Prozent der Zweikämpfe hatten die Wildparkjungs, für Slomka sah es sogar nach „60:40 Prozent“ aus. Er war zufrieden mit der gezeigten Reaktion seiner Profis nach dem Debakel gegen St. Pauli. Dennoch warnte er: „Es ist nicht alles gut.“ Noch immer brauche man eine Serie, um dem Abstiegsgespenst zu entfliehen. Die Lage dürfe man trotz des guten Auftritts gegen Hannover nicht unterschätzen.

Diamantakos mit den meisten Torschüssen

Locker gingen es auch seine Fußballer nicht an, sondern suchten ihre Chancen. 17 Mal versuchten sie sich an Torschüssen, lediglich zehn Mal ihre Gäste. Fünf Schüsse kamen von den Karlsruhern auf das 96-Tor. Diamantakos, der auf der linken Seite brillierte, war mit vier Torschüssen der Beste auf dem Platz. Martin Harnik kam lediglich auf drei. Aus „nur“ 42 Prozent Ballbesitz, hatten sie sich effektiv in Führung gespielt. Sie ließen die Gäste zwei Kilometer mehr laufen (108 zu 110 km) und mehr Sprints (221 zu 249) auf den Rasen legen. Nutzen konnte Hannover daraus aber nicht ziehen.

Freitag gegen Erzgebirge Aue

Stefan Mugosa lief ihnen mit der 34 km/h Geschwindigkeit regelmäßig davon. Auch Grischa Prömel, der insgesamt 12 Kilometer zurücklegte, konnten sie nicht bremsen. Matthias Bader präsentierte sich ebenfalls stark. Der Abwehrspieler kam nicht nur auf 31 Sprints, sondern auch zu 56 Ballaktionen und sorgte gemeinsam mit seinen Kollegen in der Viererkette dafür, dass Hannover kaum gefährlich wurde. Die Karlsruher standen defensiv gut und münzten ihre Vorteile in Tore um. So fanden die Gäste oftmals kein anderes Mittel, als den KSC per Foul zu stoppen, was sich in 28:17 Fouls der 96er niederschlug. Slomkas Truppe wird diese gezeigte Leistung und vor allem die Einstellung am Freitagabend bei Erzgebirge Aue brauchen. Denn dann wartet mit den ebenfalls gegen den Abstieg spielenden Gastgebern ein ganz anderes Kaliber auf den KSC, weiß Slomka.

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