Kreuzer nimmt Spieler in die Pflicht: Hat der KSC ein Disziplin-Problem?

Karlsruhe (che) Nach der 0:3-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf spricht KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer seinem Trainer Mirko Slomka weiter das Vertrauen aus. Er fordert nun die Spieler auf, die nötige Professionalität an den Tag zu legen und den Matchplan auf dem Rasen umzusetzen. Die Zeit der Ausreden ist beim Karlsruher SC nun endgültig vorbei.

Zeit der Ausreden ist vorbei

"Man kann es sich nicht immer einfach machen und sagen: 'Heute war das Wetter schlecht, morgen sind zu wenig Zuschauer da, dann greift der Trainer zur falschen Taktik und der Manager ist zu streng", fordert Oliver Kreuzer. "Nein! Nein! Das ist Profifußball, jetzt sind die Spieler in der Pflicht!" Der Sportdirektor des Karlsruher SC war sichtlich angefressen über die Leistung seines Teams vom Sonntag. "Wir können nach einem 0:3 gegen Düsseldorf nicht einfach zu Tagesordnung übergehen. Da müssen wir Klartext reden und das tun wir auch!"

Mangelnde Disziplin beim KSC?

Selbst von mangelnder Disziplin ist am Montag am Wildparkstadion die Rede: "Ich möchte nicht näher darauf eingehen, aber das sind Kleinigkeiten, die man zu hören bekommt", so Kreuzer. Er sieht Nachholbedarf bei seinen Spielern und fordert Professionalität, "dass man weiß, wie man als Profi lebt und sich vorbereitet!" Dem Trainer stärkt Kreuzer indes den Rücken: "Er weiß wie’s geht, er erreicht die Mannschaft, die Spieler stehen hinter dem Trainer, er macht gute Trainingsarbeit, die Mannschaft geht immer mit einem Matchplan ins Spiel und er ist ein guter Trainer."

Kreuzer nimmt die Mannschaft in die Pflicht

Oliver Kreuzer nimmt die Mannschaft auch deswegen in die Pflicht, weil diese selbst noch vor einigen Monaten nach Unterstützung verlangt hatte: "Es gab Zeiten, da hat die Mannschaft nach Informationen über den Gegner und das eigene Spiel gebettelt. Es gab Zeiten, da hat die Mannschaft eingefordert, dass man mehr Taktik im Training macht. Jetzt gibt es das alles und die Mannschaft setzt es nicht um", gibt Kreuzer Einblicke in die Trainingsarbeit des KSC.

Dreierkette, Fünferkette, Fahrradkette

Für die immer zahlreicheren Kritiker an Aufstellung und Taktik hat der Sportdirektor ebenfalls eine klare Botschaft: "Der Trainer entscheidet immer nach bestem Wissen und Gewissen", so Kreuzer. Der KSC hätte in der ersten Halbzeit auch in Führung gehen können. "Wir haben das leider nicht geschafft und uns dann durch viele kleine Fehler in Rückstand gebracht. Die zweite Halbzeit war schlecht, das war nicht in Ordnung. Ob das jetzt mit einer Dreierkette, Fünferkette oder Fahrradkette besser geworden wäre, keine Ahnung. Die Leute, die ein System in Frage stellen - das ist für mich nicht nachvollziehbar."

Nach der Länderspielpause geht es nach Nürnberg

Zehn Tage hat Mirko Slomka dank der Länderspielpause jetzt Zeit, die richtigen Maßnahmen zu finden, um sein Team in die Spur zu bringen. Am 31. März wartet dann das Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg auf die Karlsruher. Der "Club" ist aktuell Zehnter der 2. Bundesliga und konnte nach drei Niederlagen in Folge zuletzt gegen Bielefeld wieder gewinnen. Im Montagsspiel treffen die Nürnberger heute auf die bärenstarke Truppe von Union Berlin und könnte mit einem Sieg auf Platz acht springen. Der Karlsruher SC ist nach der Niederlage gegen Düsseldorf Letzter.

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