KSC verliert Kampf gegen Schiedsrichter: Nürnberg-Partie in der Statistik

Karlsruhe (dnw) Mit leeren Händen stand der Karlsruher SC nach Abpfiff der Zweitligapartie beim 1. FC Nürnberg da. Wieder einmal. Aber weder fehlenden Kampfgeist, noch mangelnde Qualität konnte man dem KSC vorwerfen.

Schiedsrichter pfeift Handspiel Nürnbergs nicht

Eine fragwürdige Linie des Stuttgarter Schiedsrichters Martin Petersen bei drei Entscheidungen hatte den Karlsruhern die äußerst bittere Niederlage beschert. In der 65. Minute berührte Gaetan Krebs den ballführenden Kevin Möhwald leicht, der fiel, Petersen zeigte auf den Punkt - eine Kann-, keine Muss-Entscheidung. Nur fünf Minuten später folgte der zweite Pfiff, nachdem Marvin Mehlem den Ball mit dem Ellenbogen berührt hatte. Eine rigoros harte Linie fuhr der Schwabe bei seinen Entscheidungen jedoch nicht. Denn als Lukas Mühl (90.) den Ball klar vor Yann Rolim mit dem Arm wegschob, blieb die Pfeife des Schiedsrichters stumm, womit er den Karlsruhern den hochverdienten Ausgleich verwehrte.

14:10 Torschüsse

Auch die Statistik zeigt, dass die Truppe von Coach Mirko Slomka das Heft in der Hand hielt. Die Startelf der Badener kam nach acht Minuten auf 67 Prozent Ballbesitz. Zwar bekam Nürnberg nach und nach mehr, nach 90 Minuten hatte der KSC insgesamt 46 Prozent, die Gastgeber konnten dieses aber durch die gute Defensive des KSC nicht in gefährliche Aktionen umwandeln. Zwar waren die Kontrahenten beide rund 119 Kilometer gelaufen, Enrico Valentini lieferte für den badischen Trupp mit zwölf Kilometern die Höchstleistung ab, die meisten Torschüsse gab aber der Gast aus Karlsruhe ab. 14:10 so das Fazit nach 90 Minuten. Florian Kamberi, der nach seiner Verletzung erstmals in der Startelf auftauchte, glänzte durch eine gute Leistung und drei Torschüsse für die Karlsruher, die insgesamt 73 Prozent ihrer Pässe ankommen ließen. Auch Charalampos Mavrias tat sich mit 69 Ballkontakten hervor und war 34 km/h schnell unterwegs. Entscheidend für das Spiel, bei dem Ylli Sallahi sein Team hochverdient in Führung geschossen hatte, war jedoch Petersen. Trotz 55 Prozent gewonnener Zweikämpfe für den KSC, verloren sie den am Ende entscheidenden Kampf gegen den Schiedsrichter.

 

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