Qualmendes Derby: Drohende Strafen für den KSC nach Verhalten der Fans

Stuttgart (ame) Der Karlsruher SC hat das Rückrunden-Derby gegen den VfB Stuttgart mit 2:0 verloren. Keine Punkte für die Gäste aus Karlsruhe und dazu drohen dem Verein nun auch noch hohe Geldstrafen, berichtet der SWR. Insgesamt sorgten die mitangereisten Badener für zwei Spielunterbrechungen – sie zündelten mehrfach Feuerwerkskörper in Richtung Spielfeld. Nach der Halbzeitpause wurden die Spieler sogar zurück in die Kabine geschickt.   

KSC ohne „Trainer-Effekt“

Es dauerte nur 15 Minuten dann kam es zur ersten kurzen Spielunterbrechung in der Partie Stuttgart gegen Karlsruhe. Fans des KSC schossen Raketen auf den Platz, im Gästeblock qualmten Bengalos in weiß und blau. In der 27. Spielminute traf der VfB dann das erste Mal – der Japaner Takuma Asano verwandelt ein Zuspiel von Kapitän Christian Gentner. Der neue KSC-Coach Marc-Patrick Meister fuchtelt viel mit den Händen, gestikuliert, läuft aufgeregt in seiner Trainerzone auf und ab. Aber abgesehen von einer Chance Kamberis, wurde die Situation vor dem Stuttgarter Kasten selten gefährlich. 1:0 steht es zur Halbzeitpause.

Spieler müssen in Kabine zurück

Kaum kehren die Spieler aufs Feld zurück, meldet sich der Block der KSC-Fans zurück. Wieder blau-weißer Qualm, wieder fliegen Leuchtkörper auf den Platz. Schiedsrichter Christian Dingert entscheidet die Mannschaften in die Kabinen zu schicken, lediglich die Auswechselspieler bleiben im Stadion. Die Spielunterbrechung dauert circa fünf Minuten, als der Stadionsprecher, nach Anweisung Dingerts, ausrichtet, dass das Derby nach weiteren Vorfällen abgebrochen wird. Die Karlsruher Fans reagieren: „Absagen ist keine Option“, heißt es auf einem Banner.  

Kreuzer: „Das sind Wahnsinnige!“

Sportdirektor Oliver Kreuzer äußert seinen Ärger im anschließenden Sky-Interview: „das gehört nicht zum Fußball, es gibt anscheinend immer noch ein paar Wahnsinnige. Wir finden das schade, das stört den Fußball und gehört sich einfach nicht. Wir verurteilen diese Aktion, das ist unschön.“ Die Partie zwischen dem VfB Stuttgart und dem Karlsruher SC endet torlos für die Gäste. Und auch nach dem Spiel können es die Anhänger des KSC nicht lassen, es fliegen Feuerwerkskörper aufs Feld und treffen fast die eigenen Spieler.

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