Kein Bielefeld-Erlebnis: KSC will Braunschweig nicht berauschen

Karlsruhe (che) Es ist der letzte Auftritt des Karlsruher SC am Ende einer verkorksten Saison. Zwischen dem Gegner Eintracht Braunschweig und dem KSC könnten schon bald zwei Ligen liegen. Denn der BTSV kratzt auf den Relegationsplätzen am Fußball-Oberhaus.

Zwei-Klassen-Unterschied gegen Braunschweig?

Im strömenden Regen absolvierten die Profis des Karlsruher SC heute ihre Trainingseinheit. Die Mannschaft habe gut durchgezogen, lobt Cheftrainer Marc Meister. Dann habe man sich natürlich noch die Eintracht angeschaut unter der Woche. "Unser Gegner spielt vielleicht bald erste Bundesliga, wir bald zwei Klassen darunter. Das wird ein schweres Spiel, gerade weil wir so dezimiert sind." Neben den verletzten Spielern, zu denen sich jetzt auch Kapitän Dirk Orlishausen dazugesellt, fehlen auch Benedikt Gimber, Matthias Bader und Fabian Reese, die mit der U-20-Nationalmannschaft in Südkorea sind.

Keinen Bielefeld-Rausch zulassen

"Wir müssen wirklich versuchen, der sehr offensivstarken Braunschweiger Mannschaft alles entgegenzusetzen", gibt Meister die Richtung vor. "So wie es Bielefeld ausgerechnet gegen die Eintracht passiert ist, dass sie sich in einen Rausch spielen, müssen wir schauen, dass wir genau das unterbinden. Wir wollen versuchen, lange stabil zu bleiben", so Meister. Braunschweig hat rein rechnerisch noch Chancen auf den direkten Aufstieg, muss dafür aber auf einen Ausrutscher von Stuttgart oder Hannover hoffen und gleichzeitig ordentlich am Torverhältnis schrauben.

Kinsombi hat dem KSC für die 3. Liga abgesagt

Neuigkeiten gibt es auch von Oliver Kreuzer aus dem Büro des Sportdirektors: die Profiverträge für Severin Buchta und Marcel Mehlem sind in der Mache. Nächste Woche soll Vollzug gemeldet werden. Gaétan Krebs verlässt den Karlsruher SC, weil er nicht in der dritten Liga spielen möchte. Auch von David Kinsombi kassierte Kreuzer eine Absage für Liga drei. Er wird sich, obowhl ihn der KSC gerne gehalten hätte, einen neuen Verein suchen. Das Spiel gegen Braunschweig beginnt am Sonntag um 15.30 Uhr, pfeifen wird Schiedsrichter Robert Kampka und der Verein rechnet mit etwa 700 Fans, die die Blau-Weißen beim vorerst letzten Zweitliga-Spiel unterstützen.

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