Pforzheims Kultur vor dem Aus? Rotstift-Protest gegen Kürzungen der Stadt

Pforzheim (che) In Pforzheim hat der Kulturrat heute seine Plakataktion zum Protest gegen die Kürzungen im Kulturbereich vorgestellt. Die Stadt will im kommenden Haushalt ordentlich sparen und setzt daher auch bei Kultureinrichtungen den Rotstift an. Im Vorstand des Kulturrates befürchtet man schon jetzt, dass in der Goldstadt Institutionen aufgrund finanzieller Probleme schließen müssen.

Aktion "Rotstift" plakatiert in Pforzheim

"Das sind sehr witzige fünf Motive, die sehr viel mit Sprache zu tun haben", erklärt Raphael Mürle, der stellvertretende Vorsitzende des Pforzheimer Kulturrats. "Was passiert, wenn man bei Pforzheim das 'O' weglässt? Wie heißt der Ort dann? Was passiert, wenn man kürzt?", spielen die Plakate sprachlich mit den geplanten Kürzungen. Dabei geht es um mehrere hunderttausend Euro, die dem Kulturbereich künftig fehlen könnten.

Kulturrat will Bevölkerung und Politik wachrütteln

"Es geht uns darum, gemeinsam aufzutreten und zu sagen: 'Bitte schaut genau hin, wo ihr bei der Kultur kürzt, denn das wirkt sich auf das alltägliche Leben in der Stadt aus!'", will der Kulturrat die Bewohner, Besucher und Institutionen der Stadt wachrütteln. "Ich erhoffe mir eine Sensibilisierung sowohl der Bevölkerung als auch der Politiker. Die sollen einfach nochmals ganz genau schauen, was da gerade passiert.Vielleicht ziehen sie dann die Schlüsse, dass doch nicht so stark gekürzt wird", so Mürle.

"Kann schon sein, dass nochmals etwas korrigiert wird"

Der stellvertretende Vorsitzende glaubt weiter daran, zumindest einen Teil der Kürzungen noch verhindern zu können: "Der Stadtrat ist eine sehr inhomogene Masse. Da gibt es ganz verschiedene Meinungen und Interesse und es kann schon sein, dass da an der ein oder anderen Stellen nochmals korrigiert wird", gibt sich Mürle optimistisch. Die Kürzungen könnten für manche Einrichtungen bereits das Aus bedeuten, denn die Kassen sind nicht nur bei der Verwaltung klamm.

Schon jetzt geht es bei manchen Einrichtungen an die Substanz

"Es geht bei manchen Trägern bereits jetzt schon an die Substanz. Auch beim Stadttheater wird es sehr schwierig. Dort wird es eine Produktion weniger geben pro Jahr. Bei kleinen Institutionen ist die Decke auch sehr dünn", so Mührle. Wenn man da bis zu einem Drittel kürze, dann habe das große Auswirkungen, "weil man irgendwann sagen muss, dass sich der ganze Aufwand nicht mehr lohnt und man lieber aufhört. Die Gefahr besteht schon", macht Mühle die aktuell schwierige Situation abschließend deutlich.

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