Sieben Stunden Vollsperrung: Schwerer Lkw-Unfall auf der A5

Schwetzingen/Walldorf (pol) Zwei schwerverletzte Personen und Sachschaden von über 100.000 Euro ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls am Mittwochmorgen auf der A 5 zwischen den Anschlussstellen Heidelberg/Schwetzingen und Walldorf/Wiesloch.

Lkw-Fahrer verliert Kontrolle

Ein 52-jähriger Mann war gegen 5.30 Uhr mit seinem Sattelzug auf der A5 von Frankfurt in Richtung Karlsruhe unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache kam er zunächst nach rechts von seiner Fahrspur ab. Als er dort gegen eine Warnbake stieß, riss er das Lenkrad nach links, verlor die Kontrolle über seinen Sattelzug und krachte links in die doppelten Mittelleitplanken. Diese walzte er auf einer Länge von rund 100 Metern nieder, bevor die Zugmaschine auf den Leitplanken zum Stehen kam. Der Auflieger geriet auf die Gegenfahrbahn (Karlsruhe-Frankfurt) und blieb schließlich quer über die Fahrstreifen stehen.

Zwei Männer aus Führerhaus geschleudert

Ein aus Richtung Karlsruhe herannahender Verkehrsteilnehmer erkannte die Situation rechtzeitig und warnte nachfolgende Fahrzeugführer mittels eingeschaltetem Blinklicht. Dies erkannte ein weiterer 31-jähriger Lastwagenfahrer zu spät, versuchte dem querstehenden Auflieger auszuweichen und kam dabei nach rechts von der Fahrbahn ab. Er fuhr die Böschung hinab, wo er schließlich zum Stehen kam. Der Fahrer des Lkw und sein 47-jähriger Beifahrer wurden dabei durch die Frontscheibe aus dem Führerhaus geschleudert. Beide erlitten schwere Verletzungen und wurden in Krankenhäuser eingeliefert. Ein weiteres Fahrzeug wurde durch umherfliegende Trümmerteile beschädigt.

Massive Verkehrsbehinderungen auf der A5

Während der Bergungsarbeiten war A5 in Richtung Frankfurt ab der Anschlussstelle Walldorf/Wiesloch bis ca. 12.15 Uhr voll gesperrt. Der Verkehr wurde über die B291 abgeleitet. In der Gegenrichtung war die linke Fahrspur blockiert. Aufgrund der derzeit noch andauernden Leitplankenerneuerungsarbeiten ist der linke Fahrstreifen in beiden Richtungen weiterhin gesperrt. Der Verkehr wird zweispurig an der Arbeitsstelle vorbeigeleitet. Während der Bergungsarbeiten kam es zu einem Rückstau von bis zu zehn Kilometern Länge auf der Fahrbahn in Richtung Frankfurt und bis zu 7 Kilometern auf der Gegenfahrbahn.

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