Gefährlicher Trend: Hantavirus-Infektionen im Land auf dem Vormarsch

Region (che) Der Hantavirus macht sich derzeit in Baden-Württemberg breit. Das Gesundheitsministerium des Landes meldet doppelt so viele Infektionen wie im gesamten Jahr 2016.

Doppelt so viele Hanta-Fälle wie 2016

Seit Beginn des Jahres wurden beim Robert-Koch-Institut (RKI) nur in Baden-Württemberg 357 Fälle gemeldet. Beim Landesgesundheitsministerium seien sogar 464 Erkrankungen registriert, wie die Behörde am Sonntag mitteilte. Nimmt man die Zahlen der ebenfalls stark betroffenen Länder Bayern (107 Fälle) und Nordrhein-Westfalen (96 Fälle) dazu, zählen die Experten bereits 672 Erkrankungen, die auf den Hantavirus zurückzuführen sind. Im Vorjahreszeitraum waren es nur 64 Fälle.

Das Hantavirus verbreitet sich durch Nagetiere wie die Rötelmaus, die den Erreger über Kot und Urin ausscheiden und so auf den Mensch übertragen können. Dort verursacht er eine grippeähnliche Krankheit mit Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In besonders schweren Fällen kann es zu zeitweisem Nierenversagen kommen. Treten hohes Fieber, Rücken- und Bauchschmerzen und Probleme beim Wasserlassen gemeinsam auf, kann das auf eine Hantavirus-Infektion hinweisen.

Das letzte "Hantajahr" mit einem sprunghaften Anstieg der Infektionszahlen war 2012 mit insgesamt 1.778 gemeldeten Fällen. Baden-Württemberg ist dabei deutschlandweit stets sehr stark betroffen. Grund dafür ist nach Meinung des Gesundheitsministerium das große Vorkommen von Bucheckern im vergangenen Jahr, die zu den Hauptnahrungsquellen der Rötelmaus zählen. Durch die größere Mäuse-Population verbreitet sich dann auch das Virus. Menschen stecken sich beispielsweise mit dem Erreger an, wenn sie Holzstapel in der Garage oder im Garten umräumen. Daher sollten solche natürlichen Staubfänger vor dem Berühren angefeuchtet werden.

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