Riesenkotelett auf dem Stephansplatz: Greenpeace-Aktion gegen Billig-Fleisch

Karlsruhe (ame) Mit einem zwei Meter hohen Kotelett stehen die Greenpeace-Aktivisten am Stephansplatz in Karlsruhe. Damit wollen sie auf Rückstände von Antibiotika in Billigfleisch aufmerksam machen und gleichzeitig gegen Massentierhaltung protestieren. Diese Art von industrieller Tierhaltung sei laut Greenpeace mitverantwortlich für gravierende Umweltprobleme und Antibiotika im Fleisch nicht ungefährlich für den Menschen.

UV-Boxen als Nachweis für Antibiotika-Rückstände

„Wir haben zwei Ultraviolett-Boxen dabei, mit diesen kann man die Antibiotika-Rückstände am Knochen sehen“, erklärt Géza Winzig, Ansprechpartner für das Thema Landwirtschaft bei Greenpeace, im Interview mit der neuen welle. Dazu stellt Winzig den Fleisch-Teller in die Box, schaltet das UV-Licht ein und siehe da – mehrere Stellen leuchten gelb. Die gelben Pünktchen sind der Nachweis für Antibiotika im Billig-Fleisch. Rund 800 Tonnen Antibiotika werden pro Jahr in der Massentierhaltung verwendet. Das ist etwa genauso viel wie in der Humanmedizin.

Greenpeace: Lieber weniger, dafür besseres Fleisch essen

„Eigentlich müsste man weniger, aber dafür bewusster, Fleisch konsumieren – das wäre ein Schritt den man als Verbraucher machen könnte“, erklärt Markus Wichmann von Greenpeace. Denn wer viel Billig-Fleisch isst, erhöht damit die Gefahr, dass der Körper multiresistente Keime entwickelt, bei denen Antibiotika im Falle einer Krankheit dann nicht mehr wirken. Gestern machten die Greenpeace-Aktivisten Halt in Karlsruhe, ihre Tour führt aber durch ganz Deutschland, um auf die schädlichen Folgen der Billig-Fleischproduktion aufmerksam machen.

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