In Karlsruhe gesichtet: Gefährliche Tigermücke auf dem Vormarsch

Karlsruhe (che) Die asiatische Tigermücke ist nun erstmals auch in Karlsruhe entdeckt worden. Das Insekt konnte in einem Industriegebiet in der Nähe des Hauptbahnhofs ausfindig gemacht werden. Die Mücke kann viele Krankheiten übertragen, darunter auch das gefährliche Dengue-Fieber.

Tigermücke in Karlsruhe gefunden

Dass die asiatische Tigermücke auf dem Vormarsch ist, ist nichts Neues. Das Insekt breitet sich bereits seit zehn Jahren am Oberrhein aus. Damals war sie erstmals an einer Raststätte bei Weil am Rhein gesichtet worden. Seitdem hat sich die Mücke auch weiter nördlich wie beispielsweise in Heidelberg oder der Pfalz blicken lassen. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, wurde nun ein erster Exemplar der Tigermücke in Karlsruhe gefunden. Experten fanden die Tiere in einem Industriegebiet in der Nähe des Hauptbahnhofs, wie Norber Becker von der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS) der dpa bestätigte.

Insekt kann Dengue-Fieber übertragen

Er vermutet, dass die Tiere mit dem Zug eingeschleppt wurden und will das Gelände mit seinen Mitarbeitern nun umfassend untersuchen. Dadurch soll bestimmt werden, wie lange die Mücke bereits in Karlsruhe untergekommen ist. Anschließend will die KABS gemeinsam mit der Stadt ein Konzept erstellen, wie gegen die Tigermücken vorzugehen ist. Das Insekt ist nicht ungefährlich und kann mehr als 20 Krankheiten übertragen, darunter auch das gefährliche Dengue-Fieber. Laut Experten werde der Klimawandel die Ausbreitung der Tigermücke weiter begünstigen.

KABS blickt auf problemloses Schnakenjahr zurück

Trotz des vermehrten Aufkommens der Tigermücke habe die abgelaufende Stechmücken-Saison der KABS allerdings weniger Probleme bereitet als in den vergangenen Jahren. Die Aktionsgemeinschaft rückte nur auf einer Fläche von etwa 10.000 Hektar aus. Das entspricht rund einem Drittel der 2016 zu bekämpfenden Fläche. Die schwache Mücken-Saison hänge laut Experten auch mit dem Rheinpegel zusammen. Das wenige Hochwasser habe das Schlüpfen der Mückenlarven deutlich gehemmt.

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