Reaktion auf Shitstorm gegen Zirkus: "Wir sind keine Tierquäler!"

Karlsruhe (che) Der Karlsruher Weihnachtscircus wehrt sich gegen die Vorwürfe von Tierschützern, kein geeigneter Ort für Wildtiere zu sein. Nach einem "Shitstorm" bei Facebook behalten es sich die Verantwortlichen des Zirkus vor, rechtliche Schritte gegen die Verfasser von Beleidigungen oder Hasskommentaren einzuleiten.

Proteste gegen Weihnachtszirkus

Mittlerweile haben die Proteste gegen den Karlsruher Weihnachtscircus eine fast ebenso lange Tradition, wie der Circus selbst. Im Zentrum der Kritik: das Halten von Wildtieren wie Elefanten und Tigern unter, nach Meinung der Tierschützer, nicht artgerechten Bedingungen. Zwei friedliche Protestaktionen auf dem Zirkusvorplatz sind bereits geplant und die Grünen-Gemeinderatsfraktion in Karlsruhe hat anlässlich des Weihnachtszirkus die Stadtverwaltung aufgefordert, wie in Heidelberg und Stuttgart ein Wildtierverbot für Zirkusse zu verhängen.

Shitstorm auf der Facebook-Seite

Auf Facebook sah sich der Karlsruher Weihnachtscircus nun erneut einem sogenannten "Shitstorm" ausgesetzt und bezieht nun öffentlich Stellung zu den Vorwürfen: "In den letzten Jahren ist es scheinbar zur Mode geworden, Zirkusse aufgrund der Tiere regelrecht zu terrorisieren und dermaßen mit offensichtlichen Lügen und Unwissenheit um sich zu werfen, dass es schier unmöglich geworden ist, vollkommen objektiv über dieses Thema diskutieren zu können", ärgern sich die Zirkus-Verantwortlichen über die Wortwahl und Diskussionskultur im Internet.

"Als Tierquäler beschimpft und als Unmensch deklariert!"

"Sobald man als Zirkus in Erscheinung tritt, wird man von Seiten eines bestimmten Personenkreises als Tierquäler beschimpft und als herzloser Unmensch deklariert", so die Betreiber weiter. Dabei könne jeder vor Ort feststellen, dass die Arbeit mit den Tieren "nicht im geringsten" mit Tierquälerei zu tun habe. Nach Angaben des Karlsruher Weihnachtscircus sei keines der Tiere, die in einem Zirkus heutzutage leben, ein echtes Wildtier. "Es handelt sich um Nachzuchten, die teils seit Generationen in Menschenhand leben, die von klein auf mit dem Menschen aufgewachsen und an ihn gewöhnt sind."

Haltung orientiert sich an klaren Leitlinien

Die Dressuren würden auf den natürlichen Bewegungsabläufen der Tiere beruhen: "Fahrradfahrende Bären, Tiger die durch Feuerreifen springen und Elefanten, die einen Kopfstand machen, gibt es heutzutage sicherlich in keiner deutschen Manege mehr zu sehen", heißt es in dem Posting weiter. Die Haltung der Tiere richtet sich nach gesetzlich festgelegten Leitlinien, die vor Ort auch das jeweilige Veterinärsamt kontrolliert. "Diese Kontrollen sind oft unangemeldet, und beim Karlsruher Weihnachtscircus sind diese seit dem ersten Jahr durchweg ohne Beanstandungen gewesen", erklären die Verantwortlichen.

"Wir haben nichts zu verbergen!"

"Wir sind keine dummen Amateure, die keine Ahnung und keinen Sachverstand haben. Als wahre Tierfreunde lassen wir uns nicht länger verleumden, wir lassen uns nicht wie Dreck behandeln, nur weil wir einen völlig legitimen Beruf ausführen und mit Tieren arbeiten!" In Zukunft sollen alle Beleidigungen und Hasskommentare von der Seite gelöscht werden. Außerdem behalten es sich die Betreiber vor, in Einzelfällen rechtliche Schritte gegen die Verfasser einzuleiten und laden jeden Interessierten ein, sich selbst ein Bild von der Haltung zu machen: "Wir haben nämlich nichts zu verbergen!"

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