Keine Kuppel, kein Minarett: "Geplante Moschee völlig überdimensioniert"

Karlsruhe (che) Die AfD Karlsruhe hat ihre Kritik an der Ditib-Gemeinde und dem geplanten Moschee-Bau erneuert. Sie fordern von der Stadtverwaltung, zwar den "religiösen Bedürfnissen" beim Neubau nachzukommen, jedoch keine Kuppel oder Minarett zu genehmigen.

AfD hält Großmoschee für ausgeschlossen

"Angesichts der fortdauernden demokratiefeindlichen Vorgänge in der Türkei halten wir es nach wie vor für ausgeschlossen, dass die DITIB - als verlängerter Arm des Erdogan-Regimes - hier in Karlsruhe eine Großmoschee baut", macht der Karlsruher AfD-Bundestagsabgeordnete Marc Bernhard deutlich. Das Projekt würde Integration eher verhindern, statt sie zu fördern. "Mit einer solchen Großmoschee soll der politische Einfluss einer ausländischen Macht auf die hier lebenden Bürger mit türkischen Wurzeln auch architektonisch manifestiert werden", befürchtet Bernhard ein "Machtsymbol" der türkischen Regierung in Karlsruhe, das unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit gebaut würde.

Auf Kuppel und Minarett verzichten

Die geplante Moschee sei darüber hinaus "für die Oststadt völlig überdimensioniert" und nicht im Sinne der Karlsruher Bürger, so die AfD. Die Partei fordert die Stadtverwaltung auf, nur ein Bauvorhaben zu genehmigen, mit dem die Mitglieder der Ditib-Gemeinde "ihren religiösen Bedürfnissen" nachkommen können. Dabei soll sich die Moschee in die nähere bauliche Umgebund einfügen. "Einer Kuppel oder eines Minarettes als bauliche Stilelemente ohne jede Funktionalität bedarf es hierzu nicht", so Bernhard.

"Eine gelungene deutsche Moschee"

AfD-Stadtrat Paul Schmidt verweist auf einen Neubau im hessischen Marburg: "Dort haben die Architekten ganz bewusst auf die Verwendung islamischer Herrschaftssymbole verzichtet, da die - im Übrigen unabhängige - Gemeinde mit ihrem Neubau vor allem ein Zentrum schaffen wollte, wo Menschen verschiedener Religionen und unterschiedlicher Herkunft ein- und ausgehen können. Diesen Ansatz wünschen wir uns auch für unsere Stadt", bescheinigen die AfD-Politiker der Stadt Marburg eine "gelungene deutsche Moschee".

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