Wildparkstadion in der Kritik: "Risikoverlagerung auf die Bürger"

Karlsruhe (che) Die AfD kritisiert die möglicherweise steigenden Kosten beim Neubau des Wildparkstadions. Die Stadt brauche ein neues Konzept, bei dem der Rotstift angesetzt werden müsse. Sonst befürchtet die AfD, dass die Kosten auf die Karlsruher Bürger umgelegt werden.

"Kein gutes Konzept für die Stadt"

Schon 2016 forderte der damalige AfD-Stadtrat und heute auch -Bundestagsabgeordneter Marc Bernhard einen Bürgerentscheid über den Neubau. "Was hier passiert ist eine ganz klare Risikoverlagerung des Vereinserfolgs auf die Stadt. Und das ist völlig inakzeptabel. Das ist es kein gutes Konzept für die Stadt und schon gar kein gutes Konzept für den Verein", kritisierte Bernhard seinerzeit in seiner Rede. Nun sieht sich die AfD in ihren Befürchtungen bestätigt: "Das damalige Versprechen der Stadtverwaltung, dass der bis ins Detail geplante Stadionkörper 75 Mio. und das Gesamtprojekt 113 Mio. Euro kosten wird, ist nicht länger zu halten", so AfD-Stadtrat Paul Schmidt.

Mehrkosten dürften nicht auf Bürger umgelegt werden

"Die bisher bekannten Risiken werden von den potentiellen Auftragnehmern höher bewertet als von der Stadtverwaltung erwartet, sodass der Preis nun deutlich über dem Budget liegt. Damit funktioniert das bisherige Konzept nicht mehr, und ein neues muss her", erklärt Schmidt weiter. Mit dem neuen Konzept setze die Stadt nun entweder den Rotstift an oder sie greife in die Trickkiste. Dadurch könnten die Mehrkosten auf die Karlsruher Bürger umgelegt werden, die diese dann zu zahlen hätten.

"Beides ist völlig inakzeptabel"

Die AfD vermutet, dass auch der KSC mit dem neuen Konzept überfordert sei. "Der aktuell in der 3. Liga spielende Verein wird nicht in der Lage sein, seinen vorgesehenen Beitrag zu bezahlen. Es erfolgt eine Risikoverlagerung vom KSC auf die Stadt und somit auf die Bürger", heißt es in einer Pressemitteilung der AfD. "Es ist zu befürchten, dass die Karlsruher Bürger am Ende noch über höhere Steuern und Abgaben für das Stadion werden zahlen müssen. Oder durch weitere Einsparungen bei vielen sozialen Projekten. Beides ist völlig inakzeptabel", so Marc Bernhard abschließend.

Teilen Sie diesen Beitrag:
FacebookXingTwitterLinkedInGoogle+

regionews-Facebook Seite

Weitere Beiträge in der Kategorie: regio-news Karlsruhe  

Das könnte Sie auch interessieren...

KSC-Stadion: Baubeginn? Nein, erstmal geht es wieder um das liebe Geld

BMW gegen Bus: Verzögerungen bei den Bahnen

Justizminister Wolf offen für landesweit ersten Drogenkonsumraum in Karlsruhe

Revolutionär oder Mitläufer: Im Karlsruher Schloss ist die Revolution ausgebroch

KSC stellt Studie zur Wertschöpfung des Vereins vor

EnBW zieht positive Bilanz in PV-Ausschreibungen: 13 Zuschläge mit insgesamt 64

 

AlternativeFM wird Ihnen präsentiert von:

Alles zum KSC!

Hammertor und Traumtor - KSC steht im Pokalfinale

Karlsruhe (dnw). Im für die KSC-Anhänger Spiel der Spiele des Karlsruher SC gegen den SV Waldhof Mannheim im bfv-Pokalhalbfinale hat der KSC vor 14264...

Der KSC wird Ihnen präsentiert von:

Event-Tipp der Woche

Fit, Mobil und Wohlfühlen: Brettener Frühlingsfest

Fit, Mobil und Wohlfühlen: Brettener Frühlingsfest

Bretten (pm) Am Sonntag, 29. April 2018, findet auf dem Marktplatz und in der Fußgängerzone der Brettener Frühling statt. Die gesamte Innenstadt...

regio-news.de App jetzt laden