Bauprogramm 2018: Daran arbeitet Karlsruhe in diesem Jahr

Karlsruhe (bs) Gäbe es ein Baustellen-Ranking, wäre Karlsruhe wohl auch 2018 wieder ganz vorne mit dabei. „Insgesamt 453 Bauvorhaben sind für dieses Jahr geplant“, so Jürgen Lohmeyer vom Tiefbauamt der Stadt. Damit ergeben sich noch gut 30 Baustellen mehr als im vergangenen Jahr.

Das habe zum Teil auch mit der schwierigen Situation in Sachen Kriegsstraße und Kombilösung zu tun, da deswegen das ein oder andere liegen geblieben ist, erläutert Lohmeyer weiter. Diese liegengebliebenen Projekte müssen dieses Jahr umgesetzt werden und erhalten deshalb bei Engpässen auch die nötige Priorität. Insgesamt seien von den 453 Bauvorhaben 175 verkehrstechnisch relevant.

Neue Fahrbahnbeläge und Gleisarbeiten im gesamten Stadtgebiet

Die verkehrstechnisch größten und auch wichtigsten Projekte sind vor allem die Baustellen am Durlacher Tor und am Mendelssohnplatz. „Sie geben in diesem Jahr ganz klar den Ton an“, machte Lohmeyer deutlich. Das Durlacher Tor wird mit der Anpassung der Gleise in den „alten“ Zustand zurückgebaut. Während dieser Arbeiten, die von Ende Juli bis Ende August dauern sollen, werden für die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) weitere bautechnische Folgemaßnahmen entstehen, die auch in diesem Jahr noch umgesetzt werden sollen.

Kombilösung am Mendelssohnplatz

Ebenfalls Ende August beginnen am Mendelssohnplatz die Bauarbeiten im Baufeld O2. Da dieses in die Straße hineinragt, wird es hier zu Verkehrseinschränkungen kommen, die vor allem die Nord/Süd-Achse betreffen und ein ganzes Jahr andauern sollen. Außerdem soll die Kreuzung zur Kriegsstraße vom 3. bis 5. November komplett gesperrt werden, da die Arbeiten an der Kombilösung hier spezialisiert und ausgeweitet werden.

Arbeiten an der Durlacher Allee

Wie bereits seit vergangenem September wird die Haltestelle Tullastraße weiter barrierefrei ausgebaut. Das soll bis Juni andauern. Und ebenfalls ab Juni beginnen die Arbeiten um den Straßenverkehr für den Karlsruher Ikea vorzubereiten. Diese betreffen zunächst die Gerwigstraße und anschließend den Weinweg. Die Arbeiten sollen bis zum nächsten Frühjahr andauern. Die Haltestelle „Untermühlstraße“ wird für den neuen Drogeriemarkt dm angepasst und erhält eine neue Fahrbahndecke. Hier ist noch unklar, wann die Bauarbeiten genau beginnen sollen. Sicher ist nur, dass es zu einer mehrtätigen Vollsperrung kommen wird, so Lohmeyer.

Ettlinger und Rüppurrer Straße

Die Ettlinger Straße soll zwischen der Kriegsstraße und der Hermann-Billing-Straße bis Mai wieder freigegeben werden. Zuvor wird es im Zuge einer abschließenden Asphaltierung aber noch eine Vollsperrung geben. Der Abschnitt für die neue Haltestelle zwischen der Straße am Stadtgarten und der Augartenstraße soll laut Tiefbauamt im Juni fertiggestellt sein. Für die Rüppurrer Straße ist neben den Erneuerungen der Gleise am Tivoliplatz und in der Philipp-Reis-Straße auch ein Umbau der Kreuzung Mittelbruch-/Fautenbruchstraße geplant.

Großbaustellen A5 und Rheinbrücke

Auch die A5 wird 2018 wieder Verkehrseinschränkungen erleben. Der zweite Bauabschnitt zwischen Ettlingen und Rastatt beginnt voraussichtlich im Mai. Hier wird der Verkehr wie schon im letzten Jahr auf die gegenüberliegende Fahrbahnseite umgeleitet. Die Arbeiten auf der 50 Jahre alten Rheinbrücke werden hingegen im August beginnen. Die altersgeschuldeten Straßenschäden, die momentan immer noch eine Traglast von durchschnittlich 80.000 Fahrzeugen pro Tag trägt, müssen dringend saniert werden. Die Straßenschäden seien teilweise schon drastisch, so das Tiefbauamt. Die Dauer der Sanierungsarbeiten wird geplant 17 Monate betragen, wovon 14 Monate lang auch mit verkehrstechnischen Einschränkungen zu rechnen ist.

Auch Radwege werden verändert

Auch für die Radfahrer wird sich 2018 einiges verändern. So werden zum Beispiel die Radwege an der Wasserwerkbrücke sowie an der Fasanengartenbrücke ein neues Gesicht erhalten. Die Radroute 15 in der Haid- und Neustraße wird teilweise von Baumaßnahmen betroffen sein. Um die Radverkehrsführung aufrecht zu erhalten, wird es eine Umleitungsführung für Radfahrer geben, damit diese von den restlichen Baustellen größtenteils verschont werden können. Auch an der Wasserwerkbrücke und in der Kriegsstraße soll der Radverkehr weiterhin attraktiv bleiben.

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