Aufregung um Kitagebühren: Grüne wollen kostenfreies Standardangebot

Karlsruhe (cmk) Gute Bildung wird immer wichtiger. Diese soll im Optimalfall bereits im jungen Alter beginnen, sodass die Kita-Plätze in der Region sehr begehrt sind. In diesem Zusammenhang gibt es allerdings einen Aufreger: unterschiedlich hohe Kitagebühren. Jetzt will die Grüne Gemeinderatsfraktion schrittweise gebührenfreie Kitas in Karlsruhe erreichen.

Stufenplan soll Gemeinderat vorgelegt werden

Mit dem Ziel die Kitas zukünftig gebührenfrei zu gestalten, beantragt die Grüne Gemeinderatsfraktion die Erstellung eines geeigneten Stufenplans für die schrittweise Absenkung der Gebühren bei der Stadtverwaltung. Dieser soll dann zusammen mit dazugehörigen Modellen dem Gemeinderat vorgelegt werden. Ziel des Stufenplans ist es, ein gebührenfreies Standardmodell zu entwickeln.

90 Prozent freie Kitas, nur 10 Prozent kommunale Kitas

„Bei 90 Prozent freien Kitas und nur 10 Prozent kommunalen Kitas haben die Eltern in Karlsruhe faktisch keine Wahlfreiheit zwischen einer städtischen Kita oder der eines freien Trägers“, so Stadträtin Renate Rastätter. Hierdurch entstehen für die Eltern unterschiedlich hohe Kosten. Die Grünen fordern, dass bei einer Absenkung der Kitagebühren ein einheitliches Standardangebot ausgestaltet wird. Unabhängig davon, ob das Kind die Kita eines freien Trägers oder eine städtische Kita besucht. „Der hohe Stellenwert der frühkindlichen Bildung ist seit vielen Jahren bekannt. Es wird deshalb zu Recht beklagt, dass Kindertagesstätten die einzige Bildungseinrichtung sind, für die Eltern Gebühren bezahlen müssen“, erläutert Rastätter die Problematik.

Standardangebot muss definiert werden

Um dieses Ziel zu erreichen, müsse ein Standardangebot im Detail definiert werden, welches am Ende komplett gebührenfrei sein muss. Darüber hinaus gehende Wahlangebote wie bilinguale oder pädagogische Zusatzangebote oder die Essensversorgung sollten weiterhin von den Eltern bezahlt werden, so der Wunsch der Grünen. Sie berufen sich dabei auf andere Bundesländer, wie Rheinland-Pfalz und Hessen, sowie auf einige Städte in Baden-Württemberg. Dort wurden bereits die Gebühren für die letzten drei Kitajahre abgeschafft und stattdessen ein kostenfreies Standardangebot eingeführt.

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