Stimme abgeben

Prag (dpa) - In Tschechien wird die Präsidentenwahl fortgesetzt. Bereits am Freitag hatten rund zwei Fünftel der knapp 8,4 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Als Favorit gilt Amtsinhaber Milos Zeman.

Der 73-Jährige stellt sich gegen Zuwanderung und setzt sich für gute Beziehungen zu Moskau und Peking ein.

Unter den acht Herausforderern werden vor allem dem Chemieprofessor Jiri Drahos Chancen eingeräumt, in die wahrscheinliche Stichwahl in zwei Wochen zu kommen. Die Wahllokale sind von 8.00 bis 14.00 Uhr geöffnet. Anschließend beginnt die Auszählung. Mit verlässlichen Zahlen wird bis zum Abend gerechnet. Es gibt keine Hochrechnungen.

Es ist erst die zweite direkte Wahl des Staatsoberhaupts durch das Volk in der Geschichte des Landes. Zuvor hatte das Parlament den Präsidenten bestimmt, der überwiegend repräsentative Aufgaben hat.

Bei der Stimmabgabe Zemans am Freitag kam es zu einem kleinen Zwischenfall: Eine Aktivistin der Frauengruppe Femen war mit nacktem Oberkörper und dem Ruf «Zeman - Putins Schlampe» auf den Präsidenten zugestürzt. Zeman war im November im Schwarzmeerort Sotschi mit Kremlchef Wladimir Putin zusammengekommen.

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