Erweiterungspläne in Rastatt: Mercedes-Werk soll modern wachsen

Rastatt/Karlsruhe (che) Der Regionalverband Mittlerer Oberrhein (RVMO) möchte bei der geplanten Werkserweiterung von Mercedes-Benz in Rastatt sieben Punkte umgesetzt wissen. Unter anderem geht es bei den Forderungen um ein begleitendes Verkehrskonzept.

RVMO plant Mercedes-Erweiterung mit

Die Mitglieder des RVMO-Planungsausschusses wurden jüngst über den aktuellen Stand der Planungen für die Erweiterungen des Mercedes-Benz-Werkes westlich von Rastatt informiert. "Zunächst möchten wir deutlich machen, dass wir den Einstieg in die umweltfreundliche Elektromobilität am Standort Rastatt als wegweisende Zukunftsinvestition begrüßen", sagte Verbandsdirektor Gerd Hager im Zuge der Gespräche. Der Autohersteller möchte nach eigenen Angaben vor allem Ausweichflächen für die Mercedes-Zuliefer, die zum Teil auf dem Werkgelände angesiedelt sind.

Die Stadt Rastatt lässt aktuell durch eine Machbarkeitsstudie insgesamt fünf Standorte prüfen. Für eine Fläche südöstlich des Werkes bestehe bereits eine Regionalplanänderung des RVMO: "Hier hat die Regionalplanung im Blick auf eine mögliche Werkserweiterung bereits Perspektiven entwickelt", so Hager. Er fordert, das Augenmerk vor allem auf die Verkehrsanbindung zu legen: "Wir möchten hier noch einen Schritt weiter gehen und plädieren für ein begleitendes Verkehrskonzept, das alle Aspekte der Mobilität und der Logistik in den Blick nimmt, bis hin zum Car-Sharing“, fügt Hager hinzu. Die positive Entwicklung des Pkw-Werkes könne laut RVMO nur unter modernen Vorzeichen fortgeschrieben werden.

Die sieben Eckpunkte des RVMO:

  1. Die Region begrüßt den Einstieg in die E-Automobilproduktion am Standort Rastatt als wegweisende Investitionsentscheidung.
  2. Die Region begrüßt die ergebnisoffene Machbarkeitsstudie der Stadt Rastatt zur Werk-serweiterung.
  3. Die Region begrüßt die Verknüpfung von der Werkserweiterung mit einem Verkehrs-konzept, das alle Aspekte der Mobilität und Logistik in den Blick nimmt (Straßenanbin-dung, Schienenanbindung, ÖPNV, Fahrrad, Bus, Parkraum-Management, Sharing-Modelle, betriebliches Mobilitätsmanagement, Multimodalität).
  4. Die Region verweist bei der Standortsuche auf das von ihr erarbeitete Konzept, das im Dialog mit Firma, Stadt und den Bürgern entwickelt wurde und eine ca. 30 ha große Fläche im südöstlichen Anschluss an das Automobilwerk vorsieht.
  5. Der sparsame Umgang mit dem Faktor Fläche kommt im dichtbesiedelten Oberrhein-graben eine besondere Bedeutung zu entsprechend dem Siedlungskonzept des Regi-onalplans und den Umweltleitlinien der Daimler AG.
  6. Deshalb müssen auf dem Werksgelände die vorhandenen Freiflächen genutzt und Verdichtungspotenziale ausgeschöpft werden, bevor neuer Freiraum in Anspruch ge-nommen wird.
  7. Der ganzheitliche Ansatz der Machbarkeitsstudie, der insbesondere die Interessen der Anlieger, die naturschutzfachlichen Qualitäten des Raums und den Rastatter Kompro-miss mit einbezieht, wird begrüßt und vom Regionalverband positiv begleitet.
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