Marc-Patrick Meister im Interview: „Der Glaube versetzt manchmal Berge.“

Karlsruhe (dnw/ame) Kampf, Leidenschaft, ein hitziges Spiel – das erwartet man von einem Derby. Vor allem dann, wenn ein abstiegsgefährdetes Team mit dabei ist. Viel Kampf scheint aber, bei nur zwei gelben Karten für den Karlsruher SC gegen den VfB Stuttgart, nicht da gewesen zu sein. Drei Fouls leistete sich Franck Kom, eine Gelbe gab es für Gaetan Krebs und eine für Dennis Kempe. 18 Fouls machten die Stuttgarter, nur 12 der KSC. Zwei Tage nach dem Derby lässt sich mit etwas Abstand auf die Partie zurückblicken – Cheftrainer Marc-Patrick Meister hat sich die Zeit für ein Interview mit Kevin Gerwin genommen.

Kevin Gerwin: „Es ist noch nichts verloren.“ Das steht auf deinem Armband. Kann man dieses Motto noch in die Mannschaft tragen oder gibt es einige die den Kopf mittlerweile in den Sand stecken?

Marc-Patrick Meister: Neben „Es ist noch nichts verloren!“ steht auch „Du musst kämpfen!“ drauf. Beides auf die Mannschaft zu übertragen, versuche ich natürlich seit Mittwochfrüh. Der Glaube versetzt schließlich manchmal Berge und solange wir eine rechnerische Chance haben, kann ich versprechen, dass wir alles dafür tun werden.

Blutleer war das Wort das ich nach dem Spiel am häufigsten gehört habe. Hat die Mannschaft auf dich den gleichen Eindruck gemacht?

Dabei möchte ich mich konkret auf den Fußball beziehen und nicht auf das was nebenbei zum Beispiel im Gästefanblock passiert ist. Der Fußball war schließlich mit Sicherheit nicht blutleer, sondern defensiv und ordentlich stabil – und das zum ersten Mal mit einer neuen Grundordnung. Unsere drei im Zentrum haben sehr viel gestochen, das sind wir am Montagmorgen mit der Mannschaft auch durchgegangen. Wir haben nach vorne hin verteidigt und waren im Zentrum immer dran, das war alles da. Nur eben vielleicht nicht so wie man sich das als Trainer vorstellt. In der Offensive war es schwierig und wenig nachhaltig, demnach müssen wir vor allem daran arbeiten, damit bei allen der Eindruck schwindet, dass das Spiel blutleer ist.

Ab wann kann ein Moment da sein, dass auch du für die 3. Liga planst?

Die Planungen laufen ja schon seit vielen Wochen, es wäre schließlich total falsch und fahrlässig darauf zu beharren, dass wir nur für die zweite Liga ticken. Für mich geht der Kampf bis zum letzten oder vorletzten Spieltag, so lange bis sicher ist ob wir den Klassenerhalt schaffen oder nicht.

Es gab vor vier Jahren eine ähnliche Situation, da wurde sieben Spieltage vor Saisonende der Trainer gewechselt. Damals kam Marcus Kauczinski. Ist es jetzt vielleicht sogar von Vorteil, dass sich solch eine Situation wiederholt?

Ob es ein Vorteil ist, wissen wir erst danach. Aber ich spüre ein riesiges Vertrauen seitens der Spieler und des Vereins – das finde ich total wichtig, da ich sehr teamorientiert bin. Die Chance den Klassenerhalt noch zu schaffen, ist da. Da wiederhole ich mich gerne.

Teilen Sie diesen Beitrag:
FacebookXingTwitterLinkedInGoogle+

regionews-Facebook Seite

Wildpark Kids

Weitere Beiträge in der Kategorie: KSC  

Das könnte Sie auch interessieren...

KSC nahezu chancelos - Deftige Niederlage in Köln

Region Karlsruhe: Ersatzkonzept für Güterverkehr betrifft nicht den ÖPNV

Umbau Hauptbahnhof Süd: Ab Montag mehrwöchige Sperrung der Ettlinger Straße

Leichtbauhalle für PSK Lions: Unzureichender Bauantrag rüttelt an Zeitplan

L 605: Verkürzung des Baufelds sorgt für erste Entspannung

Zwischen Weinbrennerplatz und Oberreut: Strecke am Wochenende gesperrt

 

Alles zum KSC!

Trainerwechsel beim KSC? KSC stellt Cheftrainer Marc-Patrick Meister frei

Trainerwechsel beim KSC: Cheftrainer Marc-Patrick Meister freigestellt

Karlsruhe (pm/bo) Der Karlsruher SC hat seinen bisherigen Cheftrainer Marc-Patrick Meister mit sofortiger Wirkung freigestellt.

Der KSC wird Ihnen präsentiert von:

Event-Tipp der Woche

Bis zum 3. September: 32. OechsleFest in Pforzheim

Bis zum 3. September: 32. OechsleFest in Pforzheim

Pforzheim (pm) Seit dem 18. August feiert die Goldstadt mit dem OechsleFest Pforzheim im Jahr 2017 bereits zum 32. Mal das traditionelle Weinfest zu Ehren von...

regio-news.de App jetzt laden