Nach Derby-Krawallen: KSC kündigt Stadionverbot und Vereinsausschluss an

Karlsruhe (pm/ame) Der Karlsruher SC verurteilt die Vorkommnisse im KSC-Fanblock aufs Schärfste, das gibt der Verein in einer Pressemitteilung bekannt. Man distanziere sich nachdrücklich von allen, die an den für den Verein und für alle echten KSC-Fans beschämenden illegalen Vorkommnissen beteiligt waren - so heißt es in der Stellungnahme.

"Wir sind schockiert über die Ausmaße!"

„Der ganze Verein ist betroffen. Wir als Vereinsführung entschuldigen uns bei allen Beteiligten für die entstandenen Unannehmlichkeiten und die Ereignisse, die friedliche Stadionbesucher, in Gefahr gebracht haben“, äußern sich KSC-Präsident Ingo Wellenreuther und die beiden Vizepräsidenten Günter Pilarsky und Holger Siegmund-Schultze. „Wir sprechen hier über Straftäter, die Menschen mit ihrem Verhalten bewusst und mit voller Absicht in Gefahr gebracht haben. Mit Leuchtkörpern gezielt in Bereiche zu feuern, in denen sich Menschen aufhalten – in diesen Fällen sogar die eigenen Spieler – dafür fehlt uns jegliches Verständnis. Wir sind schockiert über die Ausmaße und hoffen, dass die Ermittlungen zu Ergebnissen führen und Täter namentlich festgestellt werden können, damit auch wir als Verein konsequent handeln können. Genauso erwarten wir auch von der aktiven Fanszene, dass sie zur Aufklärung beiträgt und ihren Laden in den Griff bekommt.“

Straftäter erwartet Stadionverbot, Vereinsauschluss

Bereits am gestrigen Tag hatte sich das KSC-Präsidium zu einer Sondersitzung getroffen an der auch der Vorsitzende des Verwaltungsrats, der Sicherheitsbeauftragte, der hauptamtliche Fanbeauftragte und der Leiter des Ordnungsdienstes teilnahmen. „Wir haben uns dabei von allen Beteiligten einen Situationsbericht geben lassen und uns über die weitere Vorgehensweise und mögliche Maßnahmen ausgetauscht. Jeder dieser Straftäter, der überführt wird, wird neben der strafrechtlichen Seite durch die Behörden auch seitens des Vereins die gesamte Bandbreite unserer Sanktionsmöglichkeiten treffen. Das geht von Regressforderungen über Maßnahmen wie Stadionverbot, Vereinsausschluss und mehr“, erklären die Mitglieder des KSC-Präsidiums weiter. Der Verein reagiert auch auf die Verwendung von mit dem KSC-Logo versehenen Sturmhauben zur Tarnung. „Wir werden hier alle rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen – sowohl was die illegale Produktion unter rechtswidriger Verwendung unseres Logos, den Verkauf als auch das Tragen der Sturmhauben selbst betrifft.“

Das Präsidium dankt allen Fans, die den KSC friedlich unterstützen und damit zeigen, dass unser Leitmotiv „Ehrensache“ von der überwiegenden Anzahl unserer Anhänger gelebt wird.

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