Sandrock vorgestellt: "Nicht damit gerechnet, Teil der KSC-Familie zu sein"

Karlsruhe (che) Der Karlsruher SC hat heute den ehemaligen DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock als neuen Geschäftsführer vorgestellt. Der will nun seinen Teil dazu beitragen, um die große Marke "Karlsruher SC" wieder attraktiv zu machen und gleichzeitlich den sportlichen Erfolg zu ermöglichen.

"Keine Sperre oder Geldstrafe gegen mich"

Natürlich musste es bei der Pressekonferenz heute auch um Sandrocks Beteiligung in der WM-Affäre gehen: "Es wurde ein Verfahren bei der FIFA angestrengt, was seit einigen Monaten abgeschlossen ist und dabei will ich es belassen", wollte Sandrock nicht allzu weit ausholen. "Es gab keine Strafe in Form einer Sperre oder Geldstrafe gegen mich, sonst würde ich heute hier nicht setzen. Am Ende stand eine Verwarnung in einem rechtsgültigen Bescheid, so viel kann ich sagen." Der ehemalige DFB-Generalsekretär soll damals den FIFA-Ethikcode verletzt haben.

Sandrock mit bewusster Pause nach DFB-Job

Doch nun zum KSC und zu den Beweggründen Sandrocks, beim KSC angeheuert zu haben: "Ich habe vor einigen Wochen nicht damit gerechnet, dass ich hier und heute Teil der KSC-Familie werde. Ich habe nach meinem Ausscheiden beim DFB bewusst eine Pause eingelegt. Das war notwendig, auch gesundheitlich", so der neue KSC-Geschäftsführer. Während der Verein sportlich die letzten Nackenschläge in Richtung 3. Liga verpasst bekam, gelang es dem Präsidium um Ingo Wellenreuther, Sandrock dennoch zu überzeugen.

Präsidium imponiert Sandrock mit Blick nach vorne

"Ich habe trotz der sportlichen Situation gespürt, dass alle nach vorn schauen. Das hat mir sehr imponiert. Bei den Gesprächen mit dem Präsidium habe ich dann sehr schnell Feuer gefangen", blickt Helmut Sandrock auf die Wochen des Abtastens zurück. "Der KSC ist nach wie vor eine großartige Marke im Fußball. Jogi Löw, Oliver Bierhoff, Günter Netzer und viele mehr haben sich bei mir gemeldet und gesagt, dass das eine klasse Aufgabe sei. Die Resonanz war nur positiv. Ich hoffe, das haben sie alle auch ernst gemeint", lacht Sandrock.

Zukunft von Rolf Ulrich wird die nächsten Tage besprochen

Laut Ingo Wellenreuther soll der neue Geschäftsführer ganz konkret die Organisation, Leitung und Führung der Geschäftsstelle übernehmen und damit auch die Personalverantwortung beim KSC haben. "Die zukünftige Tätigkeit von Rolf Ulrich besprechen wir in den nächsten Tagen und Wochen. Da finden wir sicher eine gute Lösung", erklärte der Präsident Wellenreuther, der im Nachgang nochmals betonte, dass der neue Geschäftsführer Sandrock auch nicht die Funktion des kaufmännischen Direktors Ulrich ersetzt.

Sandrock sieht neues Stadion als enorme Chance

In den nächsten Wochen will Sandrock nun beim KSC ankommen: "Es geht darum, ganz schnell einen Überblick zu gewinnen. Am Ende wollen wir gemeinsam, auch wenn schon vom starken Mann die Rede war, Dinge verändern." Ein wesentliches Element sei nach Sandrocks Ansicht dabei das neue Stadion. "Dass es hier gelungen ist, eine neue Infrastruktur hinzubringen, ist für den Club und die Zukunftsfähigkeit unerlässlich. Da werden sich in Sachen Vermarktung und Medien ganz wichtige neue Dinge ergeben", so Sandrock abschließend.

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