Trotz sportlicher Schieflage: Ruhige KSC-Mitgliederversammlung

Karlsruhe (che) Die Mitgliederversammlung des Karlsruher SC verlief trotz der anhaltenden sportlichen Misere ausgesprochen ruhig. Das Präsidium um Ingo Wellenreuther wurde mit großer Mehrheit entlastet. Der neue Geschäftsführer Helmut Sandrock holte bei seiner ersten Mitgliederversammlung den Rechenschieber raus.

Zehn Millionen Euro weniger TV-Gelder

"Wir haben trotz der Abstiegssaison mit einem Minus von 109.000 Euro fast eine schwarze Null geschafft, was wegen des Abstiegs eine enorme Leistung ist", bilanzierte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther bereits vorab in einer Pressekonferenz zu den KSC-Finanzen. "In der dritten Liga erhalten wir allerdings fast zehn Millionen Euro an Fernsehgeldern weniger. Das ist ohne Hilfe von außen fast nicht zu schaffen."

Weiteres Drittliga-Jahr finanziell machbar

Was laut Präsidium allerdings zu schaffen sei, wäre ein weiteres Jahr in der 3. Liga. Der direkte Wiederaufstieg ist sportlich mittlerweile in weite Ferne gerückt, daher muss der KSC auch für dieses Szenario planen. Ganz abgehakt sei der Aufstieg allerdings noch nicht: "Wir reden derzeit nicht davon, sondern wollen jetzt konstant punkten und uns dann an Weihnachten nochmals in Ruhe die Tabelle anschauen", fordert Wellenreuther eine Von-Spiel-zu-Spiel-Mentalität.

Forderungsverzichte halten Verluste gering

Finanziell habe der KSC durch den Abstieg allerdings viel zunichte gemacht. Helmut Sandrock, der neue Geschäftsführer bei den Karlsruhern, rechnet vor: "Wir haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld ausgegeben als eingenommen. Da mussten wir eingreifen." Das passierte in Form von Forderungsverzichten, das heißt: Unternehmen oder Einzelpersonen verzichten auf ihre Forderungen an den KSC und erhalten im Gegenzug Besserungsscheine. "Das ist keine Bedrohung, sondern eine Hilfe für den Verein", so Sandrock bei der Mitgliederversammlung.

Präsidium am Ende deutlich entlastet

Die Verbindlichkeiten liegen insgesamt aktuell bei 6,7 Millionen Euro. Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr sieht einen weiteren Verlust von 1,8 Millionen Euro vor. Doch der KSC hat bereits kräftig gespart, denn ursprünglich war man noch von einem Fehlbetrag von 5,5 Millionen ausgegangen. So blieb es bei einer weitgehend ruhigen Mitgliederversammlung, bei der die anwesenden 478 Mitglieder das Präsidium am Ende mit deutlicher Mehrheit entlasteten (sieben Gegenstimmen, sieben Enthaltungen).

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