Kein Flutlicht in Jena: KSC muss für drei Punkte früher aufstehen

Karlsruhe (che) Der Karlsruher SC will beim FC Carl Zeiss Jena seine Torchancen wieder in Treffer umwandeln und zurück auf die Siegerstraße. In Thüringen erwartet den KSC ein kampfstarker Gegner, gegen den Alois Schwartz einen seiner besten Spieler ersetzen muss.

"Zufriedenheit ist Stillstand"

Mit einer Woche Abstand sah Alois Schwartz beim 0:0 gegen den VfR Aalen noch immer viel Positives. Die Mannschaft habe ein ordentliches Heimspiel gemacht und viele Möglichkeiten herausgespielt - leider ohne Torerfolg. "Wir wollten es erzwingen, doch das ist uns nicht gelungen", analysierte der Cheftrainer, der mit der Leistung zufrieden war. "Ganz zufrieden sollten wir aber nie sein. Das ist mein Leitspruch: Zufriedenheit ist Stillstand und Stillstand ist Rückschritt", fordert Schwartz von sich und seinen Spielern, immer weiter an der eigenen Stärke zu arbeiten.

Bülow soll Mehlem ersetzen

Nicht mit nach Jena wird Marcel Mehlem fahren. Er zählt zu den absoluten Aufsteigern unter Alois Schwartz, kommt auf einen kicker-Notenschnitt von 2,73 und gehört damit zu den besten Feldspielern der 3. Liga. "Der Marcel hat wirklich stark gespielt, sich von Partie zu Partie gesteigert und dann auch mit einem Tor belohnt", so Schwartz über einen "wichtigen Baustein der Mannschaft". Jetzt gebe es aber einen anderen Baustein: "Kai Bülow spielt ein bisschen anders, aber mit seiner Erfahrung und Zweikampfstärke aus vielen Jahren Profifußball ist er ein wichtiger Spieler für uns."

Schwartz tauscht die Bausteine in der Aufstellung

Kai Bülow sollte bei der Pressekonferenz eigentlich selbst eine kleine Einschätzung seiner Form geben, doch er stand im Stau. Wer aus Karlsruhe oder der Umgebung kommt, kennt die Problematik. Deswegen musste der Trainer über seinen Kapitän sprechen: "Die Spielpraxis steht über allem, wenn man lange nicht gespielt hat. Wir haben ihn in der zweiten Mannschaft Praxis sammeln lassen und in Paderborn ein paar Minuten gebracht. Es ist vielleicht noch nicht ganz so rund, aber ich denke, dass er uns schon jetzt weiterhelfen kann."

Spiel muss ohne Flutlicht auskommen

Pünktlich sollte der KSC auf jeden Fall am Samstag sein: der FC Carl Zeiss Jena hat derzeit keine funktionierende Flutlichtanlage, weshalb das Spiel bereits um 13 Uhr angepfiffen wird. Sonst wird es duster über dem Ernst-Abbe-Sportfeld. "Ich erwarte ein sehr kampfbetontes Spiel. Ich denke, Jena ist eine Mannschaft mit viel Leidenschaft, die umheimlich laufstark ist. Da müssen wir zuerst mal dagegen halten", gibt Schwartz die Marschroute vor. Jena erwartet am Samstag rund 5.000 Zuschauer, der KSC hofft auf die Unterstützung seiner etwa 600 Fans, die die Reise nach Thüringen auf sich nehmen werden.

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