Haupttribüne erhalten: Freie Wähler wollen dadurch 25 Mio. Euro sparen

Karlsruhe (che) Die Freien Wähler in Karlsruhe wollen die Haupttribüne des Wildparkstadions erhalten, um beim Neubau Kosten zu sparen. Dadurch wären rund 25 Millionen Euro weniger fällig, als wenn das Stadion komplett neu gebaut würde.

Freie Wähler wollen Haupttribüne erhalten

Nachdem vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass die Angebote für den Stadionneubau im Wildpark den Kostenrahmen sprengen, verzögert sich das Bauvorhaben wohl erneut. Stadt und Verein müssen nun überlegen, wo sie weitere Mittel einsparen können. Die Freien Wähler Karlsruhe haben einen Vorschlag, wie das gehen könnte: sie wollen die "erhaltenswerte" Haupttribüne nicht abreißen und neu aufbauen, sondern nach dem Umbau des restlichen Stadionkörpers weiter nützen.

"Abspecken ist eine Utopie!"

"Wir Freien Wähler stehen hinter dem KSC und einem notwendigen neuen Stadion, erst recht wenn die sportliche Entwicklung der letzten Jahre für das bemühte Team schmerzhaft war. Der KSC ist nach wie vor ein nicht zu unterschätzender Werbeträger für unsere Stadt", betonen Freie-Wähler-Vorstand Lars Dragmanli und Stadtrat Jürgen Wenzel in einer Pressemitteilung. Die Einsparungsabsicht der Stadt erscheint den Freien Wählern als erneute Fehlentscheidung: "Ein Abspecken der ausgeschriebenen Version um ein Drittel ist eine Utopie und kann kein bespielbares Ergebnis nach DFB-Norm bringen!"

Freie Wähler rechnen mit 25 Millionen Euro Einsparungen

"Wir Freien Wähler fordern die Stadt auf, im Interesse des KSC Realitätssinn zu adoptieren und die Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Der KSC braucht aus rechtlichen Gründen eine neue Spielstätte, die trotz des Kostendiktats des beschlossenen Standorts, im Wildpark entstehen muss“, so Dragmanli und Wenzel. Sie sind überzeugt, dass die einzige Möglichkeit die Erhaltung der heutigen Haupttribüne als künftige Gegentribüne wäre. Das könnte Einsparungen von etwa 25 Millionen Euro bedeuten.

"Persönliche Differenzen zurückstellen"

Die beiden Freie-Wähler-Verantwortlichen bitten die Stadtverwaltung, persönliche Differenzen zurückzustellen und die "unendliche Geschichte" mit einem neuen fortgeschriebenen Konzept der Erhaltung der Haupttribüne und des Komplettierens mit einer Leichtkonstruktion neu auszuschreiben. "Bei verändertem Konzept ist eine erneute Ausschreibung unbedenklich und die verursachte Verzögerung durch eine kürzere Bauzeit wieder einzuholen", so Dragmanli und Wenzel abschließend.

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