Schnellste

Federica Brignone, Lara Gut und Cornelia Hütter haben sich im vorletzten Super-G vor den Olympischen Spielen viel Selbstvertrauen geholt. Der Deutsche Skiverband dagegen erlebt ohne Viktoria Rebensburg ein Debakel.

Bad Kleinkirchheim (dpa) - Federica Brignone hat den vorletzten Super-G vor den Olympischen Winterspielen gewonnen. Die Italienerin war beim Weltcup in Bad Kleinkirchheim 0,18 Sekunden schneller als Lara Gut.

«Ich wusste, dass ich halbwegs gut unterwegs war, aber hätte nicht gedacht, dass es für ganz vorne reicht», sagte Brignone nach dem siebten Weltcup-Sieg ihrer Karriere.

Für die Schweizerin Gut war es der zweite Podestplatz seit ihrem Kreuzbandriss bei den Ski-Weltmeisterschaften vor knapp einem Jahr. Rang drei bei dem oft unterbrochenen Wettkampf am Samstag in Kärnten ging an Cornelia Hütter aus Österreich. Viktoria Rebensburg verzichtete auf die Rennen in Bad Kleinkirchheim, um sich von einer Grippe zu erholen und bei den Spielen in Südkorea topfit zu sein.

Ohne die beste deutsche Skirennfahrerin verbuchte der DSV das schlechteste Abschneiden in einem Super-G seit März 2015. Auch vor knapp drei Jahren in Garmisch-Partenkirchen war keine Deutsche in die Wertung gekommen. Michaela Wenig fuhr an einem Tor vorbei und schied aus. Weil Edit Miklos aus Ungarn kurz vor dem Ziel stürzte und sich dabei dem Augenschein nach verletzte, wurde Kira Weidle abgewunken. Sie verzichtete auf einen zweiten Start.

Einen Tag nach der Bekanntgabe einer Tumorerkrankung bei ihrer Schwester Elena Fanchini, die Olympia deswegen verpassen wird, kam Nadia Fanchini auf Platz fünf. Sie war damit besser als Tina Weirather aus Liechtenstein auf Rang sieben und US-Star Lindsey Vonn auf Platz neun. Gut verkürzte den Rückstand auf Weirather in der Disziplinwertung auf 37 Punkte.

Wegen des warmen Wetters in den vergangenen Tagen stand am Nachmittag noch das zweite verkürzte Abfahrtstraining auf dem Programm. Am Sonntag folgt die ursprünglich für Samstag geplante Abfahrt.

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