3:1-Sieg in Oberschwaben: Rhinos lösen das Ravensburger Puzzle

Ravensburg (ndm) Knapper Auswärtssieg für den ESC Hügelsheim in der Eishockey-Regionalliga SüdWest. Am Sonntagabend gewannen die Baden Rhinos vor 300 Zuschauern in Ravensburg mit 3:1 und haben gegen den derzeit Drittplatzierten das so wichtige "Sechs-Punkte-Spiel" für sich entschieden.

Häberle hält die Rhinos im Spiel

Ohne Michel Obermann, Sebastian Wolf, Iven Rösch und Marco Trenholm konnte Trainer Terry Trenholm gerade einmal 14 Feldspieler gegen die voll besetzten Hausherren aufbieten. Die junge und hungrige Mannschaft aus der Puzzlestadt gab vom ersten Bully weg den erwarteten Ton an. Mit hoher Laufbereitschaft erarbeiteten sich die Oberschwaben die besseren Torchancen, doch Max Häberle hielt was zu halten war. Auch die Defensive der Nashörner stand sicher und ließ meist nur Distanzschüsse zu. Kurz vor Drittelende stand Cedrick Duhamel goldrichtig und konnte einen Abpraller zur Hügelsheimer Führung einschieben (19.). Mit der glücklichen Führung ging es in das Mitteldrittel.

Powerplay bringt Ravensburg zurück

Hier waren die Rhinos nun präsenter, übten wesentlich früher Druck auf das Aufbauspiel der Gastgeber aus und kreierten ihrerseits auch mehr Torchancen. Beide Teams arbeiteten hart in den Zweikämpfen, Toraktionen endeten allerdings bei den bestens aufgelegten Torhütern. Die erste geahndete Strafzeit des Spiels ermöglichte Ravensburg die Powerplaychance auf den Ausgleich, welche Bernhard Leiprecht im Nachschuss erzielen konnte (38.). Unentschieden begann der Schlussakt und hier meinte es Hauptschiedsrichter Rütschle gar nicht gut mit den Rhinos. Fragewürdige Strafen brachten Ravensburg ein Powerplay nach dem anderen ein, doch gelang es aufopferungsvoll, das Ergebnis zu halten.

Friedberger trifft aus 50 Meter zum Endstand

Bis sechs Minuten vor dem Ende auch ein Ravensburger auf die Strafbank geschickt wurde und Noel Johnson ebenfalls im Nachschuss der umjubelte Führungstreffer gelang (55.). Der EVR warf nun alles nach vorne, biss sich aber an der Abwehr der Rhinos die Zähne aus. Als Ravensburg seinen Torhüter zugunsten eines sechsten Spielers vom Eis nahm machte Denis Friedberger mit einem Weitschuss über 50 Meter ins leere Tor den Deckel auf den dank leidenschaftlichem Einsatz nicht unverdienten Auswärtssieg. Im Heimspiel am Samstag könnten die Rhinos gegen Schwenningen wieder in den Playoffplätzen Fuß fassen.

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