6.500 Tonnen Streusalz: Winterdienst rechnet kommende Woche mit Frost

Karlsruhe (che) Die Stadt Karlsruhe hat sich mit insgesamt 6.500 Streusalz für den kommenden Winter gerüstet. Die Meteorologen gehen aktuell davon aus, dass bereits am nächsten Montag die Streufahrzeuge erstmals auf die Straße gelassen werden.

Winterdienst ist gerüstet

Ab Ende Oktober ist der Winterdienst des Amts für Abfallwirtschaft in der Regel einsatzbereit. 36 Fahrzeuge warten darauf, bei den ersten Anzeichen von Glätte auf die Straßen geschickt zu werden. Dazu gehören insgesamt 670 Kilometer Straßen- und 180 Kilometer Radwegenetz - das Größte in ganz Deutschland. Je nach Winter kann die Menge des ausgebrachten Streusalz extrem schwanken: 2009/10 reichten die 4.250 Tonnen nicht aus, anschließend kam es zu Engpässen. Im Winter 2013/14 hingegen waren es gerademal 150 kümmerliche Tonnen Streugut, das verteilt werden musste.

Sonntag auf Montag erster Frost?

"In der Nacht von Sonntag auf Montag ist erstmals mit Glätte zu rechnen", wagt Andreas Bender aufgrund der Vorhersagen eine erste Prognose. Der Leiter des Winterdienstes gibt allerdings gleichzeitig Entwarnung: erst zwei bis drei Tage im Voraus sei ein Wetterbericht wirklich seriös. Treten die Vorhersagen für Montagfrüh tatsächlich ein, beschäftigt sich der Winterdienst zunächst mit den Brücken. Die seien aufgrund zu einer normalen Straße früher vom Frost betroffen, da sie auch von unten auskühlen.

Arbeitszeiten im Winterdienst: 3 bis 22 Uhr

An extremen Tagen können bis zu 200 Fahrzeuge und 500 Mitarbeiter im Einsatz sein, um für sichere Straßen zu sorgen. Dann geht es um 3 Uhr morgens los und erst gegen 22 Uhr ist Feierabend. Schichtdienst im Winter, um die erfreuliche Unfallstatistik weiter positiv zu gestalten: seit Jahren hat es im Stadtgebiet Karlsruhe keinen schweren Unfall mehr wegen Glätte gegeben. Doch auch die Bürger selbst sind gefragt: Streusalz bietet keine 100-prozentige Sicherheit. Das Fahrverhalten sollte entsprechend angepasst werden und wer mit hohen Absätzen vor die Tür geht, der ist ein Risiko für die eigenen Gesundheit.

Bürger sollten ihre Räumpflicht ernst nehmen

Doch auch gesetzlich gibt es etwas zu tun für alle Karlsruher: eine Räumpflicht besteht für jeden Grundstückseigentümer vor dem eigenen Haus, sofern diese nicht durch den Winterdienst abgedeckt wird. An Wochentagen muss der Gehweg bis 7.30 Uhr geräumt sein, an Sonn- und Feiertagen bis 9 Uhr. Diese Räumpflicht besteht dann bis 21 Uhr, sollte es tagsüber weiter schneien. Hier und da sei das etwas suboptimal gelaufen, stellen die Verantwortlichen fest und warnen: bei mangelhafter Nachsorge können im Ernstfall Schadensersatzforderungen aufkommen.

 

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