Petition zur Rheinbrücke: Aktionsbündnis will Sanierung verschieben

Wörth/Karlsruhe (che) Das Aktionsbündnis "Zweite Rheinbrücke" fordert in einer Online-Petition dazu auf, die Sanierung der Rheinbrücke zu verschieben. Diese ist eigentlich ab 2018 geplant, doch es gebe laut Bündnis zu viele ungeklärte Fragen bezüglich des Ablaufs.

Petition zur Verschiebung der Sanierung

"Seit der zweiten Demonstration im Herbst 2015 fordern wir zu anstehenden Sanierung mehr Informationen", ärgert sich Steffen Weiß, der Vorsitzende des Aktionsbündnis' "Zweite Rheinbrücke". Ein Konzept für die Überquerung der Brücke am Wochenende und Pläne für mögliche Sperrungen an Wochentagen seien allerdings nicht zu erkennen. "Beim Bahnverkehr hat sich noch gar nichts getan", so Weiß. Stattdessen seien unter der Vorlandbrücke weitere Pendlerparkplätze weggefallen und das Parkhaus am Wörther Bahnhof regelmäßig um halb Acht voll.

Zugfahren sei keine Alternative

"Die Stadtbahnen fallen auch viel zu häufig aus", bemängelt Weiß. Wenn wirklich mehr Pendler die Schiene nutzen sollen, müssten die Menschen auch "an und in die Bahnen kommen." Das Aktionsbündnis fordert daher provisorische Pendlerparkplätze am "Schauffele" während der Sanierung, eine fußläufige Erschließung zu Bahnhof und -haltepunkt und eine temporäre Ausdehnung der KVV-Wabe 100 (Karlsruhe) auf die Wabe 540 (Wörth-Maximiliansau). Wichtig sei außerdem, dass zwischen 6 und 10 Uhr und zwischen 15 und 19 Uhr Doppelzüge auf den Linien S5, S51 und S52 verkehren und diese bei Personalmangel der AVG Priorität hätten.

"Sanierung muss verschoben werden!"

"Da das alles so bis Mitte 2018 gar nicht mehr umzusetzen ist und auch die Ausschreibung zur Sanierung mit Submissionstermin am 29. November viel zu spät erfolgt ist, ist das Aktionsbündnis der Auffassung, dass die Sanierung nicht wie geplant 2018 und 2019 stattfinden kann, sondern verschoben werden muss", macht das Aktionsbündnis deutlich. "Die Hauptlast des Stillstandes um den überfälligen Bau der 2. Rheinbrücke tragen die Menschen in Wörth und Maximiliansau, deren Ortslagen vom Ausweich- und Schleichverkehr regelmäßig kollabieren", beschreibt Steffen Weiß die Gemütslage der Anwohner.

"So schlimm kann es um die Brücke ja nicht stehen"

"Solange auf der Brücke Richtung Pfalz Pkw noch mit Tempo 100 fahren dürfen, kann es um die Brücke nicht so schlimm bestellt sein", so Weiß. Er ist sich nach einem Vergleich mit ähnlichen Brückenbauwerken in Deutschland sicher: "Mit Temporeduzierungen, weiträumigen Umleitungen des Schwerlastverkehrs ohne Ziel oder Startpunkt in der Region und notfalls der Schließung des rechten Fahrstreifens halten wir die Brücke noch weitere zwei bis drei Jahre nutzbar. Eine eingeschränkte Nutzung ist besser als ein Totalausfall", erklärt der Vorsitzende.

Aktionsbündnis weder naiv noch blauäugig

"Wir sind weder naiv noch blauäugig. Weder die Minister noch die nachgeordneten Behörden werden aufgrund unserer Forderung oder auch mehreren tausend Unterschriften diese Sanierung verschieben. Vielmehr dient es der Dokumentation. Keiner darf hinterher sagen 'wenn wir das gewusst hätten' oder 'das konnte man ja nicht ahnen'. Und wenn es tatsächlich wie geplant läuft, mit mutmaßlich 14 Monaten halbseitiger Sperrung und 'nur' sechs Vollsperrungswochenenden, die Belastungen für Menschen, Unternehmen und die Natur erträglich bleiben, dann werden wir auch anerkennend und demütig unsere 'Hypersensibilität' eingestehen", so Weiß abschließend.

Alle Interessierten finden die Petition hier:
https://www.openpetition.de/petition/online/die-fuer-2018-geplante-sanierung-der-rheinbruecke-maxau-muss-verschoben-werden

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