Schärfere Gesetze: Prostitution in Karlsruhe nur noch mit Gewerbe-Erlaubnis

Karlsruhe (che) Die Stadt Karlsruhe weist alle Betreiber von Prostitutionsstätten eindringlich daraufhin, dass ab dem 1. Januar ein Erlaubnisantrag für ein solches Gewerbe vorliegen muss. Wer die Frist zum Jahresende verpasst, muss sein Bordell zumindest solange schließen, bis die Erlaubnis vorliegt.

Schärfere Gesetze in Sachen Prostitution

Seit dem 1. November ist das städtische Ordnungsamt für das Prostitutionsgewerbe in Karlsruhe zuständig. Zuvor regelte dies das baden-württembergische Sozialministerium. "Wir führen die nach den Vorschriften des Prostituiertenschutzgesetzes notwendigen Anmelde- und Erlaubnisverfahren durch und stehen für alle Fragen im Zusammenhang mit diesem neuen Gesetz den Betroffenen zur Verfügung", fasst Amtsleiter Björn Weiße den Aufgabenbereich des Ordnungsamts zusammen.

Gewerbe-Erlaubnis ab 2018 notwendig

Ab dem 1. Januar ist für alle Betreiber von Prostitutionsstätten, wozu nicht nur Bordelle und Laufhäuser, sondern auch Wohnungen und Fahrzeuge gehören können, ein Gewerbe-Erlaubnis notwendig. Dies gilt auch für Personen, die ihr Gewerbe schon jahrelang betreiben. In einer Informationsveranstaltung wies die Stadt nochmals eindringlich auf den 31. Dezember hin, den Stichtag des Erlaubnisantrags. Nur wer ab 2018 die Genehmigung für seine Produktionsstätte hat, darf diese auch weiterführen.

Stadt will Betroffene umfassend informieren

Da bei der Diskussion auch Fragen aufkamen, die die Vertreter des Ordnungsamts nicht "zufriedenstellend beantworten" konnten, soll nun eine weitere Informationsveranstaltung im Frühjahr folgen. Weiße hofft, "dass wir bis dahin ausreichende Erfahrungswerte in diesem auch für uns neuen Aufgabengebiet sammeln konnten und die notwendigen Vorschriften in der erforderlichen Ausführlichkeit vorliegen." Neben der Aufklärung für Betroffene will das Ordnungsamt auch die intensive Fortsetzung mit dem Landratsamt und den Nachbarstädten fortsetzen, um möglichst viele Menschen zu erreichen, die in der Prostitution tätig sind.

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